Arafat: Jetzt sind die Europäer gefordert

Die Europäer sollten stärkeren Druck ausüben, damit der Friedens-Fahrplan für den Nahen Osten fortgeführt werden könne, verlangt der palästinensische Präsident Yasser Arafat.

„Vor allem die Europäer sind jetzt gefordert“, sagte Arafat laut einer Vorausmeldung der deutschen Illustrierten “Stern” vom Mittwoch. „Das ist eine große Chance für die Europäische Union. Die nächsten sechs Monate sind entscheidend.“ Der Präsident geht davon aus, dass die Probleme der USA im Irak „die Aussichten vergrößert haben, (im Nahen Osten) etwas zu erreichen“.

„Selbst Amerikas engster Verbündeter (der britische Premier) Tony Blair akzeptiert nicht, was (US-Präsident George W.) Bush und (Israels Regierungschef Ariel) Sharon im Nahen Osten tun“, sagte der palästinensische Präsident im Interview in seinem von der israelischen Armee blockierten Amtssitz in Ramallah im Westjordanland. Zugleich erklärte er sich zur Wiederaufnahme von Gesprächen mit den Israelis jederzeit bereit. Der vom Nahost-„Quartett“ (USA, UNO, EU, Russland) verfasste Friedens-Fahrplan („Roadmap“) sieht die Errichtung eines unabhängigen und lebensfähigen palästinensischen Staates im Westjordanland und Gaza-Streifen bis 2005 vor.

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