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Arafat bekräftigt Willen zum Frieden

Palästinenser-Präsident Yasser Arafat hat seinen Willen zu einem Friedensabkommen mit Israel bekräftigt und sich zugleich für Reformen in seiner Fatah-Bewegung ausgesprochen.

„Sicherheit und Frieden sind nicht nur im palästinensischen Interesse, sondern auch im israelischen. Unsere Option ist Frieden und wir werden für dieses Ziel arbeiten“, sagte der 74-Jährige am Mittwoch auf einem Treffen der Fatah in Ramallah. Angesichts der anhaltenden Gewalt im Nahen Osten ist der Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern zum Erliegen gekommen. Israel wirft Arafat vor, hinter der Gewalt gegen Israelis zu stehen und erkennt ihn als Verhandlungspartner bereits seit längerem nicht mehr an.

Stattdessen bereiteten am Mittwoch Vertreter beider Seiten ein seit Wochen erwartetes Treffen des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon mit seinem palästinensischen Kollegen Ahmed Korei vor. Der im Gegensatz zu Arafat als moderat geltende Korei sagte auf dem Fatah-Treffen, er stehe unter großem Druck der USA sowie europäischer und arabischer Regierungen, mit Sharon zu sprechen. Möglicherweise gebe es in den kommenden Tagen ein Treffen mit Sharon, sagte Korei, ohne nähere Angaben zu machen.

Bei dem Fatah-Treffen handelte es sich um eine Versammlung des Revolutionären Rates. Dieser kam erstmals seit drei Jahren zusammen. Der Fatah laufen viele Mitglieder davon, die der von Arafat-Vertrauten seit Jahrzehnten dominierten Führung nicht mehr vertrauen. Arafat kündigte zu Beginn des dreitägigen Treffens Wahlen der Fatah-Führung an. „Es ist notwendig, auf demokratische Weise junges Blut in die Fatah zu bringen“, sagte er. Einen Zeitplan dafür nannte Arafat jedoch nicht. Die Fatah-Führung soll eigentlich alle fünf Jahre gewählt werden. Die letzte Wahl liegt allerdings 15 Jahre zurück.

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