Arabische Islamisten werben für Türkei

Der EU-Beitrittskandidat Türkei erhält immer mehr Beifall aus arabischen Islamistenkreisen. Mehrere renommierte Religionsgelehrte und oppositionelle Islamisten riefen die Muslime am Donnerstag bei einem Seminar in dem Golf-Emirat Katar auf, ihre Zusammenarbeit mit der Türkei zu vertiefen.

Die arabischen Muslime sollten ihre Wirtschaftsbeziehungen mit den Türken stärken und die Türkei als Urlaubsland erkunden, hieß es in einer Abschlusserklärung der Religionsgelehrten. Zu den Unterzeichnern gehörten der durch zahlreiche Fernsehauftritte bekannte Ägypter Yussif al-Karadawi, der ehemals inhaftierte saudiarabische Gelehrte Salman al-Auda und der als Fundamentalist geltende tunesische Exil-Oppositionelle Rachid Ghannouchi.

Bei einer international heftig kritisierten israelischen Militäraktion gegen das türkische Gaza-Hilfsschiff “Mavi Marmara” in internationalen Gewässern waren neun türkische Palästina-Solidaritätsaktivisten erschossen worden, die von der Arabischen Liga zu “Märtyrern” ausgerufen worden sind. Auch die pro-iranische libanesische Schiiten-Bewegung Hisbollah hat alle Muslime zur Unterstützung der Türkei aufgerufen. Saudi-Arabien hatte den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan mit dem “Internationalen König-Faisal-Preis für Verdienste um den Islam” ausgezeichnet.

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