Apothekerkammer-Video ist irreführende Werbung

Die Ärztekammer Oberösterreich klagte gegen ein Vidoe der Apothekerkammer.
Die Ärztekammer Oberösterreich klagte gegen ein Vidoe der Apothekerkammer. ©APA/BARBARA GINDL
Die Ärztekammer Oberösterreich reichte Klage gegen eine, ihrer Meinung nach irreführende Werbeeinschaltung der Apothekerkammer, ein und bekam vor Gericht nun in erster Instanz Recht.

Laut dem Video reiche bei kleineren Erkrankungen der Besuch in der Apotheke. Ein Posting der oö. Ärztekammer auf ihrer Facebook-Seite bestätigt einen diesbezüglichen Bericht der "Kronen Zeitung" (Freitag-Ausgabe).

Apothekerkammer-Video ist irreführende Werbung

In dem eingeklagten Werbespot heißt es wörtlich u. a.: "Wenn Lina zu viel in der Sonne war, hustet, eine Erkältung oder Fieber hat, geht ihre Mutter Melanie zuerst in die Apotheke. Denn kleinere Erkrankungen lassen sich mit der dortigen Beratung einfach lösen - besonders am Wochenende und in der Nacht". Das Gericht kam zu dem Schluss, dass diese Tätigkeiten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten sind. Es dürfe nicht der Eindruck vermittelt werden, dass Apotheker diese Tätigkeiten durchführen dürfen. Das Gericht untersagte weitere derartige Werbung, eine Strafzahlung wird für die Apothekerkammer laut "Kronen Zeitung" aber nicht fällig.

(APA/Red)

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