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Apfelsaft-Test: Nur 50 Prozent der Säfte beinhalten heimisches Obst

Nur 50 Prozent der Apfelsäfte beinhalten heimisches Obst
Nur 50 Prozent der Apfelsäfte beinhalten heimisches Obst ©APA
Das Ergebnis bei einem Apfelsaft-Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) kommt nicht gerade unseren heimischen Äpfeln zu gute. Denn von 20 untersuchten Apfelsäften verwenden lediglich zehn Produkte heimische Äpfel. Auch die Aufschrift "Hergestellt in Österreich" und "rot weiße rote Fähnchen" sagen nichts aus, wie Franz Floss, Geschäftsführer des VKI, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien bestätigte.

“Gerade hierzulande, wo es eine starke Produktion gibt, würde man annehmen, dass vorrangig heimische Äpfel verwendet werden”, zeigte sich Floss überrascht. Insbesondere Polen und Ungarn scheinen österreichische Safthersteller mit Äpfeln zu beliefern. Abgesehen von diesem Manko sei die Untersuchung aber zufriedenstellend ausgefallen.

Spar Natur pur Bio-Apfel naturtrüb als Testsieger

Zehn von 20 Produkten erhielten sogar ein “Sehr gut”. Vier bekamen ein “Gut” und fünf eine “durchschnittliche” Bewertung. Lediglich ein Saft wurde als “weniger zufriedenstellend” deklariert. Testsieger wurde “Spar Natur pur Bio-Apfel naturtrüb”. Er erreichte 95 von 100 möglichen Punkten.

Kein Pflanzenschutzmittel nachgewiesen

Erfreulich ist auch, dass obwohl die Säfte auf fast 700 Pflanzenschutzmittel getestet wurden, kein einziges nachgewiesen wurde. Zwar war in Dreien Aluminium vorhanden, allerdings in so geringen Mengen, dass der Wert vernachlässigbar ist, beruhigte Birgit Beck, Ernährungswissenschaftlerin am VKI. Auch Schimmelgift und Schimmelpilze konnten keine festgestellt werden.

Hoher Zuckergehalt im Apfelsaft

Aufpassen müsste man beim Konsum von Apfelsaft aber trotzdem, denn vor allem der hohe Zuckergehalt sei tückisch, warnte Franz Floss. Für einen Liter Saft werden etwa 1,5 Kilogramm Äpfel verwendet. Das entspräche 24 bis 30 Stück Würfelzucker. Trinken sollte man ihn deswegen nur in Maßen und in verdünnter Form.

(APA/Red.)

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