Anzahl der Schläge beim Anzapfen entscheidend fürs Image

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Alljährlich wird mit Spannung erwartet, wie viele Schläge der Münchner Stadtchef zum Anzapfen des ersten Bierfass braucht - klingt banal, ist es aber nicht: denn die Anzahl der benötigten Schläge ist durchaus wichtig für das Image des Bürgermeisters!

Der amtierende Oberbürgermeister Christian Ude ist geübt: Zwei Schläge reichten aus, um das erste Fass am Samstag um Punkt 12.00 Uhr anzuzapfen. Der anschliessende Ruf “Ozapft is” startete das grösste Volksfest der Welt. Damit egalisierte Ude seinen Rekord aus dem Jahr 2005. Auch im Vorjahr brauchte er nur zwei Schläge.

Doch das war nicht immer so. Im Jahr 1950 – beim zweiten Oktoberfest nach dem Zweiten Weltkrieg – griff zum ersten Mal ein Oberbürgermeister zum Schlegel, um das erste Fass anzuzapfen. Das Stadtoberhaupt Thomas Wimmer brauchte damals 19 Schläge. Er kam jedoch völlig unvorbereitet zu seiner ersten Wiesn-Eröffnung.

Wer heute – zu welchem Anlass auch immer – zum Anzapfen antritt, bereitet sich dagegen meist vor. Geübt wird erst mit einem leeren Fass, dann mit einem Wasser gefüllten. Erst dann darf der Debütant sich an einem richtigen Bierfass versuchen. Denn Bier enthält Kohlensäure, und der dadurch entstehende Druck macht das Anzapfen noch einmal schwieriger – und unter Umständen auch ziemlich feucht.

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