Anwalt für Guantanamo-Häftling

Der Australier David Hicks, der Ende 2001 in Afghanistan festgenommen wurde, soll außerdem Rechtsbeistand von einem australischen Verteidiger erhalten, wie das Pentagon am Mittwoch mitteilte. Ob Hicks der Prozess vor einem Militärtribunal gemacht werde, sei aber noch nicht entschieden.

Der von Hicks’ Familie beauftragte australische Anwalt Stephen Kenny sagte am Donnerstag, er wolle noch vor Weihnachten nach Guantanamo reisen und mit seinem Mandanten reden. Kenny hätte während eines Verfahrens lediglich beratende Funktion. Als Verteidiger wurde der amerikanische Major Michael Mori bestellt.

Auf dem US-Stützpunkt Guantanamo werden seit dem Afghanistan-Krieg rund 660 Häftlinge ohne Anklage und ohne Rechtsbeistand festgehalten. Hicks ist einer von sechs Terrorverdächtigen, die US-Präsident George W. Bush als mögliche Kandidaten für ein Verfahren vor einem Militärtribunal benannt hat. Die USA und Australien hatten vergangene Woche angekündigt, sie hätten im Fall Hicks eine Einigung erzielt. Von australischer Seite hieß es, man sei zuversichtlich, dass ihr Landsmann einen fairen Prozess erhalte.

APA/AP) – Die USA haben zum ersten Mal einem ausländischen Häftling im Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba einen amerikanischen Militäranwalt zur Seite gestellt. Der Australier David Hicks, der Ende 2001 in Afghanistan festgenommen wurde, soll außerdem Rechtsbeistand von einem australischen Verteidiger erhalten, wie das Pentagon am Mittwoch mitteilte. Ob Hicks der Prozess vor einem Militärtribunal gemacht werde, sei aber noch nicht entschieden.

Der von Hicks’ Familie beauftragte australische Anwalt Stephen Kenny sagte am Donnerstag, er wolle noch vor Weihnachten nach Guantanamo reisen und mit seinem Mandanten reden. Kenny hätte während eines Verfahrens lediglich beratende Funktion. Als Verteidiger wurde der amerikanische Major Michael Mori bestellt.

Auf dem US-Stützpunkt Guantanamo werden seit dem Afghanistan-Krieg rund 660 Häftlinge ohne Anklage und ohne Rechtsbeistand festgehalten. Hicks ist einer von sechs Terrorverdächtigen, die US-Präsident George W. Bush als mögliche Kandidaten für ein Verfahren vor einem Militärtribunal benannt hat. Die USA und Australien hatten vergangene Woche angekündigt, sie hätten im Fall Hicks eine Einigung erzielt. Von australischer Seite hieß es, man sei zuversichtlich, dass ihr Landsmann einen fairen Prozess erhalte.

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