Antisemitsch-motivierte Angriff in Wien

Zu einem antisemitisch-motivierten Übergriff dürfte es am vergangenen Samstag in Wien gekommen sein. Der Vize-Direktor der Chabad-Lauder-Schule wurde von zwei Burschen angegriffen.

Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismus hat nun nach einem Bericht in der israelischen Tageszeitung „Yedith Aharonot“ die Ermittlungen aufgenommen, wurde der APA am Donnerstag von dessen Leiter, Ewald Bachinger, bestätigt.

Der religiöse Jude sei nach eigenen Angaben zunächst wegen seines Aussehens mit antisemitischen Sprüchen beschimpft worden, berichtete Bachinger. Danach habe man ihm einen Fußtritt versetzt und ihn mit einer Bierflasche am Kopf verletzt. Die drei Kinder des Rabbiners, die ebenfalls dabei waren, seien bei dem Vorfall aber nicht verletzt worden.

Zu einer sofortigen Anzeige ist es am Samstag nicht gekommen. Da Sabbat war und er streng gläubig sei, habe er auf die von einem Geschäftsinhaber verständigte Polizei nicht gewartet, so der Rabbiner bei der Zeugenaussage. Die beiden jungen Männer seien aber bereits ausgeforscht worden, meinte Bachinger. Sie würden nun so rasch wie möglich einvernommen, das Verfahren dann an das Strafgericht weitergeleitet. Einschlägig in Erscheinung getreten seien die beiden bisher nicht.

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