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Anti-französische Stimmung in Elfenbeinküste

In der westafrikanischen Republik Cote d’Ivoire hat sich die anti-französische Stimmung weiter aufgeladen. Anhänger von Präsident Gbagbo demonstrierten gegen Frankreichs Militärpräsenz.

Die Jugendlichen warfen Steine, Soldaten drängten sie unter Einsatz von Tränengasgranaten zurück. Mehrere in Abidjan erscheinende Zeitungen warfen den etwa 2500 französischen Soldaten vor, auf der Seite der ivorischen Rebellen zu stehen, die seit mehr als einem Jahr die nördliche Hälfte des Landes kontrollieren. Die mit dem Schutz der Pufferzone beauftragten französischen Soldaten der Operation „Einhorn” hatten am Wochenende Angreifer aus dem Süden zurückgedrängt, die in das Rebellen-Hauptquartier Bouake vorrücken wollten. Der Krieg könne „beim kleinsten Anlass” wieder losbrechen, sagte Gbagbo dem Pariser „Figaro” vom Dienstag. Den im Jänner geschlossenen Frieden von Marcoussis habe er von vornherein für eine „schlechte Lösung” gehalten. Gbagbo betonte, er habe Verständnis für die demonstrierenden Jugendlichen. Sie wollten „kämpfen” und den Sieg gegen die Rebellen davontragen. Gbagbo wird Mitte Dezember beim französischen Staatschef Jacques Chirac erwartet.

APA/AFP) – In der westafrikanischen Republik Cote d’Ivoire (Elfenbeinküste) hat sich die anti-französische Stimmung weiter aufgeladen. Hunderte jugendliche Anhänger von Präsident Laurent Gbagbo demonstrierten am Dienstag vor einer französischen Truppenbasis nahe der Küstenmetropole Abidjan gegen Frankreichs Militärpräsenz. Die Jugendlichen warfen Steine, Soldaten drängten sie unter Einsatz von Tränengasgranaten zurück. Mehrere in Abidjan erscheinende Zeitungen warfen den etwa 2500 französischen Soldaten vor, auf der Seite der ivorischen Rebellen zu stehen, die seit mehr als einem Jahr die nördliche Hälfte des Landes kontrollieren.

Die mit dem Schutz der Pufferzone beauftragten französischen Soldaten der Operation „Einhorn” hatten am Wochenende Angreifer aus dem Süden zurückgedrängt, die in das Rebellen-Hauptquartier Bouake vorrücken wollten. Der Krieg könne „beim kleinsten Anlass” wieder losbrechen, sagte Gbagbo dem Pariser „Figaro” vom Dienstag. Den im Jänner geschlossenen Frieden von Marcoussis habe er von vornherein für eine „schlechte Lösung” gehalten. Gbagbo betonte, er habe Verständnis für die demonstrierenden Jugendlichen. Sie wollten „kämpfen” und den Sieg gegen die Rebellen davontragen. Gbagbo wird Mitte Dezember beim französischen Staatschef Jacques Chirac erwartet.

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