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Anstieg der Rückkehrberatungen bei Asylwerbern

Die Caritas verzeichnet eine Zunahme von Rückkehrberatungsgesprächen im Vergleich zum Vorjahr
Die Caritas verzeichnet eine Zunahme von Rückkehrberatungsgesprächen im Vergleich zum Vorjahr ©APA (Sujet)
Angesichts der zunehmenden Rückführung von Flüchtlingen in ihre Heimatländer verzeichneten die Caritas-Rückkehrberatungsstellen nun eine Zunahme der unterstützenden Beratungen.

Waren die Mitarbeiter 2015 noch bei der Unterstützung von etwa 2.000 Asylwerbern tätig, wurde im vergangenen Jahr ein Anstieg auf 3.500 Beratungen registriert.

Caritas: Mehr Flüchtlings-Rückkehrberatungen 2016

Der Anstieg an Rückführungen von Asylwerbern in ihre Heimatländer hat sich 2016 auch in den Caritas-Rückkehrberatungsstellen niedergeschlagen. Haben die Mitarbeiter 2015 noch rund 2.000 Asylwerber bei der Rückkehr in ihr Heimatland unterstützt, waren es im Vorjahr bereits über 3.500, wie “Kathpress” am Dienstag berichtete. Seit 1. Jänner 2017 betreibt die Caritas neben Oberösterreich, Wien, Vorarlberg, Salzburg und der Steiermark auch Beratungsstellen in Tirol und Niederösterreich. Ausgebaut wurde auch in die Reintegrationshilfe in den Heimatländern der Asylwerber. In Österreich organisiert die Caritas gemeinsam mit dem “Verein Menschenrechte Österreich” (VMÖ) im Auftrag des Staates die Rückkehrerberatung.

Rückkehrhilfe von 370 Euro bei freiwilliger Ausreise

Flüchtlinge, die einen negativen Asylbescheid erhalten, müssen laut Gesetz innerhalb von 14 Tagen das Land verlassen. Wer freiwillig aus Österreich ausreist, erhält eine Rückkehrhilfe von 370 Euro, der Staat übernimmt dann auch die Reisekosten. Die Kosten für eine Abschiebung muss der Asylwerber hingegen selber tragen. In den ersten elf Monaten des Jahres 2016 erfolgten 9.755 Außerlandesbringungen. Davon erfolgten 5.292 Ausreisen freiwillig und 4.463 zwangsweise. Im ersten Halbjahr gab es gegenüber 2015 ein Viertel mehr Rückführungen.

(APA/Red.)

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