Anschläge in Nigeria

Nach einem Anschlag in Nigeria hat der Ölkonzern Royal Dutch Shell rund 400 Familienmitglieder der ausländischen Mitarbeiter in Sicherheit gebracht.

Der britisch-niederländische Konzern reagierte damit auf einen Autobombenanschlag Aufständischer in einem Wohngebiet der Stadt Port Harcourt zu Wochenbeginn. Die am Donnerstag angeordnete Evakuierung habe aber keinen Einfluss auf die Öl- und Gasproduktion, erklärte Shell. Stunden zuvor hatten zudem Bewaffnete eine Ölanlage des Total-Konzerns gestürmt. Dabei kamen nach Angaben des französischen Unternehmens drei Polizisten ums Leben.

Im ölreichen Niger-Delta sind Anschläge auf Ölanlagen und Entführungen von Mitarbeitern ausländischer Konzerne nahezu an der Tagesordnung. Auch der italienische Agip-Konzern hat die Familien seiner Arbeiter aus dem Niger-Delta in die Großstadt Lagos gebracht. Die Aufständischen fordern eine gerechtere Verteilung der Öleinnahmen. Obwohl Nigeria der weltweit achtgrößte Öl-Exporteur ist, lebt ein Großteil der Bevölkerung in Armut. Außerdem verlangen die Rebellen eine Entschädigung für die jahrzehntelange Umweltverschmutzung durch die Konzerne.

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