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Anschläge und Massenfestnahmen im Irak

Ein Selbstmordanschlag in einer Ortschaft nördlich von Bagdad hat mindestens zehn Iraker das Leben gekostet. Der Innenminister meldet aber auch Erfolge im Kampf gegen die Rebellen.

Ein Attentäter fuhr mit seinem Auto vor ein Haus in Saud, in dem sich mehrere Menschen versammelt hatten, und zündete seinen Sprengsatz, wie die US-Streitkräfte am Freitag mitteilten. Mindestens zehn weitere Menschen wurden bei dem Anschlag am Donnerstagabend verletzt.

In Basra im Süden des Landes erschossen Aufständische den schiitischen Geistlichen Ali Abdul Hussein vor dessen Haus. Die Attentäter seien in einem Auto geflüchtet, teilte die Polizei mit. In den vergangenen Monaten sind im Irak Dutzende schiitischer und sunnitischer Geistlicher ermordet worden. Im westlich gelegenen Samarra wurde ein irakischer Bauunternehmer getötet. Er war mit der Sanierung einer Moschee in der Ortschaft beauftragt worden, wie die Polizei erklärte.

Erfolge bei der Bekämpfung der Aufständischen

Ungeachtet der anhaltenden Gewalt meldete das Innenministerium Erfolge bei der Bekämpfung der Aufständischen. Allein in dieser Woche hätten irakische Polizisten und Soldaten bei einer Großrazzia rund 700 mutmaßliche Rebellen gestellt und 28 weitere bei Gefechten getötet, teilte Innenminister Bayan Jabbor mit. 118 Verdächtige seien in Haft genommen worden.

Seit dem Amtsantritt der neuen irakischen Regierung Ende April haben die Aufständischen ihre Anschläge intensiviert und in diesem Zeitraum schon mehr als 800 Menschen getötet, rund 40 allein am Donnerstag. Innenminister Jabbor teilte mit, dass in den vergangenen 18 Monaten etwa 12.000 irakische Zivilpersonen umgekommen seien, darunter mehr als 10.000 Schiiten. Letztere Schätzung basiere allerdings auf der Wohngegend der Opfer und nicht auf einer klaren Überprüfung ihrer Konfessionsangehörigkeit.

Die Aufständischen gehören überwiegend dem sunnitischen Bevölkerungsteil an, auf den sich das gestürzte Baath-Regime von Saddam Hussein stützte. Die neue irakische Regierung unter Ministerpräsident Ibrahim al-Jaafari setzt sich mehrheitlich aus Schiiten zusammen.

Aus 109 Anlagen im Irak wurden nach einem Bericht von UNO-Rüstungsinspektoren Material und Gerät entfernt, mit denen biologische oder chemische Waffen hergestellt werden können. Für den am Donnerstag bekannt gewordenen Bericht werteten die Experten Satellitenfotos von Stätten aus, die vor dem Irak-Krieg von UNO-Experten überprüft worden waren. Die Inspektoren hatten ihre Kontrollen Anfang 2003 wegen des Irak-Kriegs einstellen müssen, den die USA damit begründeten, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitze. Über den Verbleib des Materials könnten keine Schlüsse gezogen werden, sagte der amtierende Chefkontrollor Demetrius Perricos.

12.000 Zivilisten im Irak getötet

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