Anschlag wurde mit zwei Autos verübt

Der jüngste Selbstmordanschlag in der irakische Hauptstadt Bagdad ist nach neuen Angaben der US-Armee mit zwei Autos verübt worden.

Bei dem Attentat auf ein Hotel im Zentrum der Stadt wurden am Sonntag mindestens sechs Iraker getötet und Dutzende verletzt. Zwei große Limousinen hätten mit hoher Geschwindigkeit eine Sperre am stark gesicherten Hotel Bagdad durchbrochen und seien explodiert, sagte US-Militärsprecher George Krivo in Bagdad in der Nacht zum Montag.

US- und irakische Sicherheitskräfte hätten das Feuer auf die heranpreschenden Fahrzeuge eröffnet. Damit sei eine weit größere Tragödie verhindert worden, weil die Fahrzeuge daran gehindert worden seien, den Eingang des Hotels zu erreichen. „Die Autos schwenkten herum und versuchten neben dem Kontrollpunkt vorbeizukommen. Dann gab es eine Detonation und eine Explosion“, sagte er vor Reportern. Es sei unklar, ob beide Fahrzeuge mit Sprengstoff beladen gewesen seien oder ob eines von ihnen lediglich die Sperre durchbrechen sollte, um dem zweiten freie Bahn zum Hotel zu verschaffen, sagte Krivo weiter.

Zunächst hatte ein Armeesprecher gesagt, ein Mann habe mit seinem Auto die Sicherheitssperre durchbrochen und die Bombe gezündet. Augenzeugen hatten jedoch zuvor bereits von zwei Fahrzeugen gesprochen, mindestens eines der beiden soll weiß gewesen sein. Der irakische Polizeichef vermutete hinter dem Anschlag die Extremisten-Organisation El Kaida oder Anhänger des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein. Die El Kaida wird unter anderem auch für die Anschläge am 11. September 2001 in den USA verantwortlich gemacht.

Das Hotel gilt in Bagdad als Unterkunft von Mitarbeitern des US-Geheimdienstes CIA und anderen Vertretern der von den USA geführten Besatzung und Zivilregierung. In US-Regierungskreisen in Washington hieß es allerdings, es handle sich nicht um eine CIA-Einrichtung. Seit dem Ende der Hauptkampfhandlungen Ende April sind die US-Streitkräfte fast täglich Ziel von Angriffen und Anschlägen.

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