Anschlag mit vielen Toten geplant

Der in Wien verhaftete Tschetschene leistete offenbar Logistik-Unterstützung für eine internationale Terrogruppe. Geplant war offenbar ein Anschlag in größerem Ausmaß.

Bei dem in Österreich wegen Terrorverdachts festgenommenen Tschetschenen handelt es sich nach belgischen Medienberichten um den 32-jährigen Aslamblek L. Der Mann steht im Verdacht, in Belgien Anschläge auf einen NATO-Zug geplant zu haben. Wie die Zeitung “De Standaard” berichtete, hält die österreichische Polizei Aslamblek dafür verantwortlich, logistische Unterstützung für das internationale Terrornetzwerk “Sharia4Belgium” geleistet und Kontakte zu dem tschetschenischen Rebellenführer Doku Umarow unterhalten zu haben.

Der Tschetschene, der bereits vor Jahren im Krieg gegen die Russen beide Arme verloren habe, lebte den Angaben zufolge mit seiner Frau und zwei Kindern im niederösterreichischen Neunkirchen. Er wurde bei seiner Rückkehr von einer Pilgerreise nach Mekka am Flughafen Wien-Schwechat festgenommen. Die Ermittlungsbeamten seien davon überzeugt, dass Aslamblek Verbindungen mit Terrorverdächtigen gehabt habe, die Ende des Vormonats in Antwerpen, den Niederlanden und Deutschland festgenommen wurden.

Wie “De Standaard” weiter unter Berufung auf die Amsterdamer Zeitung “Het Parool” berichtete, wollten die drei Terrorverdächtigen, die im November in Amsterdam verhaftet wurden, einen Anschlag verüben, der mehr Opfer fordern sollte als die Terroranschläge vom 11. März 2004 in Madrid mit 191 Toten. Auch in den Niederlanden sei die Rede von einem NATO-Zug als mögliches Ziel, aber auch von einem vollbesuchten Sportstadion, einem Sportereignis oder einem jüdischen Anschlagsziel, schrieb die Zeitung.

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