Anschlag in Jerusalem

Ein bewaffneter Palästinenser hat im Zentrum von Jerusalem das Feuer eröffnet und wahllos auf Passanten geschossen. Der Angreifer selbst wurde angeblich erschossen.

Ein bewaffneter Palästinenser hat am Dienstag im Zentrum von Jerusalem das Feuer eröffnet und wahllos auf Passanten geschossen. Nach Angaben des israelischen Rundfunks wurde der Angreifer selbst erschossen. Es war zunächst unklar, ob es weitere Tote gab. Rettungsdienste sprachen von Opfern. Einsatzfahrzeuge eilten zum Tatort. Der Vorfall habe sich in der Nähe des Zion-Platzes ereignet, meldete der Sender.

Wenige Stunden zuvor hatte die radikale Palästinenser-Organisation Hamas nach der Tötung von vier ihrer Mitglieder bei einer israelischen Militäroperation in Nablus im Westjordanland einen „totalen Krieg“ gegen Israel angekündigt. „Die Reihe der Massaker, einschließlich des heutigen in Nablus, hat die Tür für einen umfassenden Krieg gegen die zionistische Armee und die Siedler geöffnet, mit allen Mitteln und an allen Orten“, erklärte die Hamas.

Die palästinensische Führung hat den israelischen Regierungschef Ariel Sharon beschuldigt, sein Land „in den Abgrund“ zu führen. In einem am Dienstag von der Nachrichtenagentur WAFA verbreiteten Kommunique der palästinensischen Regierung wird die gegenwärtige Wiederbesetzung palästinensischer Städte als „Teil eines Planes zur Zerstörung des Friedensprozesses“ bezeichnet. Zugleich wird die israelische Bevölkerung ausdrücklich gewarnt, dass Sharons militärische Option Israel „weder Sicherheit, noch Stabilität und Frieden“ bringen werde. Der einzige Weg zu Sicherheit und Frieden führe über die Einhaltung und Umsetzung der internationalen Verträge. Israel müsse sich aus den besetzten Gebieten zurückziehen, heißt es in der Erklärung.

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