Anscheinend unverbesserlich

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Der österreichische Eiskunstlauf-Olympiasieger von 1968, Wolfgang Schwarz (56) ist erneut wegen des Verdachts des Menschenhandels festgenommen worden - Schwarz wurde deshalb bereits 2002 verurteilt.

Nach Angaben der Polizei wird Schwarz vorgeworfen, 15 Frauen aus Litauen nach Österreich und Italien gebracht zu haben, damit sie dort als Prostituierte arbeiten. Der 55- Jährige wurde bereits am vergangenen Freitag in seiner Wiener Wohnung festgenommen.

2002 ähnlicher Sachverhalt

Schwarz, Olympiasieger von 1968, war bereits im Dezember 2002 vom Wiener Landesgericht zu eineinhalb Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden. „Dieses Mal geht es um einen nahezu identischen Sachverhalt. Er ist offensichtlich unverbesserlich“, sagte ein Sprecher der Staatsanwalt der Nachrichtenagentur APA am Freitag. Gleichzeitig wurde gegen drei litauische Helfer von Schwarz ein Verfahren eröffnet.

Dem ehemaligen Sportler, der an Hautkrebs leidet, wird vorgeworfen, die 15 Frauen in österreichische und italienische Bordelle gebracht zu haben. Schwarz selbst gibt nach Angaben seines Anwalts zu, lediglich zwei Mädchen als Go-Go Girls vermittelt zu haben.

Im Verlauf des ersten Verfahrens war Schwarz für schuldig befunden worden, fünf Frauen aus Russland und Litauen zur Prostitution nach Österreich gebracht zu haben. Bei der Verhandlung erklärte er: „Ich weiß nicht, was Menschenhandel ist.“ Er habe den Mädchen „nur geholfen, wie ich einer Hausfrau, einer Putzfrau und einer Klavierspielerin helfen würde“. Das Gericht sah es jedoch als erwiesen an, dass der Ex-Sportler in einigen Fällen die ins Rotlicht- Milieu vermittelten Frauen kontrolliert und ihnen den Großteil ihrer Einnahmen abgenommen habe.

Wegen der Schwere seiner Krebserkrankung und der notwendigen Behandlung hatte Schwarz die Strafe nicht absitzen müssen, weil er als vollzugsuntauglich galt.

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