Annie - Trailer und Kritik zum Film

Vor über 30 Jahren brachte US-Regisseur John Huston das Musical "Annie" auf die Leinwand. Nun peppt Will Gluck den Filmklassiker um ein Waisenkind auf. Hollywoods Nachwuchsstar Quvenzhane Wallis trällert an der Seite von Jamie Foxx und Cameron Diaz - und ist ein Glücksfall für den Musicalfilm, der am Freitag in den österreichischen Kinos startet.

Denn Hollywoods elfjähriger Nachwuchsstar, mit wilden Kräuselhaaren und niedlichem Lächeln, wirbelt in der Neuauflage des Broadway- und Filmmusicals zwei Stunden lang über die Leinwand. Dass die junge Afroamerikanerin ein Naturtalent vor der Kamera ist, zeigte sie schon in ihrem ersten Film “Beasts of the Southern Wild”. In dem Drama spielte sie das Mädchen Hushpuppy, das mit seinem Vater in einer Baracke in Sumpfgebieten im Süden von New Orleans lebt. Ihr Debüt in der mystischen Fabel machte sie 2013 zur jüngsten Oscar-nominierten Schauspielerin aller Zeiten.

Annie – Die Geschichte

“Annie” ist nun ihre zweite Hauptrolle. Als elternloses, aber fröhliches Mädchen, das bei einer bösen Pflegemutter (Diaz) in New York lebt und schließlich das Herz eines kalten Milliardärs (Foxx) erwärmt, gewinnt sie auch die Zuschauer. Im Dezember schaffte sie es prompt unter die fünf Golden-Globe-Anwärterinnen als beste Hauptdarstellerin in der Sparte Komödie/Musical.

Doch der Feel-Good-Film fühlt sich alles andere als gut an. Regisseur Will Gluck (“Freunde mit gewissen Vorzügen”, “Einfach zu haben”) motzt die Story übertrieben auf. Die Straßen von New York sind viel zu bunt, die Charaktere überzogen, der Flair des Originals geht verloren.

In der 1924 erstmals erschienenen Comicserie “Kleine Waise Annie” ist das Mädchen ein Waisenkind, das von dem reichen Oliver Warbucks aufgenommen wird. Das Broadway-Musical “Annie”, das 1977 mit den Songs “Tomorrow” und “It’s a Hard Knock Life” Premiere feierte, versetzt Annie in die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre in New York. Das tat auch Regisseur John Huston 1982 in seinem einzigen Filmmusical, mit Aileen Quinn als Annie und Albert Finney als Milliardär Warbucks.

Annie  – Die Kritik

Nach seiner Verjüngungskur wartet “Annie” nun mit HipHop-Klängen und Popsongs, unter anderem von der australischen Sängerin Sia, auf. Jamie Foxx (“Django Unchained”) wird zum Mobiltelefon-Tycoon Will Stacks, der als New Yorker Bürgermeister kandidiert. Cameron Diaz ist die hartherzige Pflegemutter Miss Hannigan, die Annie und andere Mädchen schikaniert. Auf der Suche nach ihren Eltern läuft Annie Stacks über den Weg. Anfangs widerwillig nimmt Stacks das Mädchen in seine Penthouse-Luxuswohnung auf, dort krempelt Annie sein Leben rasch um.

Krampfhaft bemüht um modernen Pep mixt Regisseur Gluck Selfies und Twitterbotschaften in Annies Geschichte. Das Talent der kleinen Hauptdarstellerin Quvenzhane Wallis rettet den Film. Vor allem das jüngere Zielpublikum wird ihr an den Lippen hängen. Allerdings ist ihre Stimme in den deutschen Kinos nicht zu hören. Die Lieder werden von der jungen “The Voice Kids”-Teilnehmerin Chelsea Fontenel aus der Schweiz eingesungen.

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(APA)

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