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Annan bezeichnet Sicherheitslage als heikel

Der UN-Sondergesandte für Afghanistan hat den Weltsicherheitsrat aufgefordert, das Mandat der Schutztruppen auf ganz Afghanistan auszudehnen.

Lakhdar Brahimi sagte, die jüngsten Kämpfe zwischen rivalisierenden Milizenführern im Norden und Osten des Landes zeigten, wie brüchig die Sicherheitslage sei. US-Außenminister Colin Powell warf unterdessen Iran vor, die afghanische Interimsregierung schwächen zu wollen.

Der UN-Sicherheitsrat hatte im Dezember einer 5.000 Mann starken Schutztruppe zugestimmt, die in Kabul und Umgebung sechs Monate präsent sein und der Regierung von Hamid Karsai das Arbeiten ermöglichen soll. Der afghanische Außenminister Abdullah forderte in der vergangenen Woche, die Truppenstärke auf 20.000 Soldaten auszudehnen. Zudem solle die Friedenstruppe bis zu zweieinhalb Jahre im Land bleiben und in weiteren Regionen eingesetzt werden. UN-Generalsekretär Kofi Annan bezeichnete die Sicherheitslage in Afghanistan am Mittwoch als heikel. „Ohne Sicherheit wird ein Wiederaufbau nicht möglich sein“, warnte Annan.

Powell warf Iran neben der Destabilisierung der Kabuler Regierung vor, Massenvernichtungswaffen herzustellen und Terrorismus zu unterstützen. Er führte in diesem Zusammenhang eine Waffenlieferung an, die von den Israelis im Roten Meer abgefangen wurde und für die palästinensische Autonomiebehörde bestimmt gewesen sein soll. Die jüngste Provokation seien „nicht hilfreiche Aktivitäten“ in Afghanistan. US-Präsident George W. Bush hatte Teheran jüngst mit Irak und Nordkorea auf der „Achse des Bösen“ eingeordnet. „Wir können ihnen zeigen, dass es nicht in ihrem Interesse ist, die Regierung zu schwächen, an deren Bildung sie beteiligt waren“, sagte Powell mit Blick auf Iran. Er sei aber überzeugt, dass vernünftige Gespräche mit der iranischen Führung im Bereich des Möglichen lägen.

Die US-Streitkräfte räumten unterdessen ein, irrtümlich Verbündete der afghanischen Interimsregierung gefangen genommen zu haben. Die 27 Männer seien freigelassen und am Mittwoch einem Vertreter der Kabuler Regierung übergeben worden, sagte Militärsprecher Ralph Mills. Die Afghanen waren am 23. Januar bei einem Militäreinsatz etwa 100 Kilometer nördlich von Kandahar verhaftet worden.

Französische Soldaten meldeten am Mittwoch die vollständige Zerstörung eines 70.000 Landminen umfassenden Waffenlagers. Die Minen waren auf dem Kabuler Flughafengelände gelagert worden. Afghanistan gehört zu den am stärksten verminten Ländern der Welt.

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