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Angriffe fortgesetzt

Amerikanische und britische Streitkräfte haben am Dienstag, dem 13. Kriegstag, ihre Offensive im Irak mit Bombardements auf Bagdad und andere Ziele fortgesetzt.

Die irakische Hauptstadt wurde am Morgen nach Berichten des US-Senders CNN von Explosionen erschüttert. In der Nähe der zentralirakischen Stadt Najaf töteten US-Soldaten an einer Straßensperre sieben Zivilisten. Die Front im Nordirak wird nach Darstellung eines kurdischen Sprechers schon bald einsatzbereit sein.

Nach Angaben des US-Zentralkommandos in Katar eröffneten US-Soldaten an einem Kontrollpunkt bei Najaf das Feuer auf einen mit 13 Frauen und Kindern besetzten Kleinbus, der trotz Aufforderung zum Halten und Warnschüssen weitergefahren war. Bei dem Vorfall starben sieben der Insassen, weitere zwei wurden verletzt. Bei Najaf hatte sich am Samstag ein Selbstmordattentäter in einem Taxi in die Luft gesprengt und vier US-Soldaten mit in den Tod gerissen. Seitdem verschärften die Amerikaner die Sicherheitsbestimmungen an Kontrollpunkten.

In den vergangenen drei Tagen warfen die US-geführten Streitkräfte insgesamt 3000 Bomben über dem Irak ab. Dadurch sei die irakische Armee erheblich geschwächt worden, berichtete CNN unter Berufung auf das Pentagon. Zwischen US-Einheiten und irakischen Elite-Truppen der Republikanischen Garde kam es am Montag südlich Bagdads zu erbitterten Kämpfen. Laut der britischen BBC waren es die „ersten ernsthaften Zusammenstöße“ mit den auf 60.000 Mann geschätzten Garde-Truppen. Die US-Armee habe damit „die Stärke der irakischen Einheiten testen“ wollen.

Im Südirak erzielten die britischen Streitkräfte im Raum Basra laut BBC ihre „bisher größten Erfolge“. Die rund 200.000 Einwohner zählende Stadt As Subayr sei nach „heftigen Gefechten“ jetzt unter britischer Kontrolle, berichtete der Sender. Militärsprecher Piers Hankinson sprach von „brutalen Straßenkämpfen“. Jetzt aber sei die Herrschaft des irakischen Staatschefs Saddam Hussein in As Subayr „ein für alle Mal vorbei“.

Im Nordirak rückten kurdische Truppen unterdessen weiter in Gebiete vor, die von der irakischen Armee aufgegeben wurden. Die irakischen Streitkräfte zögen sich weiter in Richtung der “Ölstadt“ Kirkuk zurück, sagte der zur Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) gehörende Kommandeur Abdulrahman Kawrini am Montag vor Journalisten in Erbil. KDP-Sprecher Hoshyar Sibari erklärte ohne weitere Details zu nennen, die Nordfront werde bald einsatzbereit sein und im Krieg eine entscheidende Rolle spielen. US-Kampfflugzeuge bombardierten am Montag im Nordirak erneut mutmaßliche Stellungen irakischer Truppen.

US-Außenminister Colin Powell wird an diesem Dienstag zu Gesprächen in Ankara erwartet, wo er die türkische Regierung davon überzeugen will, keine Truppen in den Norden des Iraks zu schicken.

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