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Anabolika im Wert von mehreren 100.000 Euro sichergestellt

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Die Ermittlungsgruppe Anabolika des Landeskriminalamts NÖ (LKA) hat - nach der Festnahme einer fünfköpfigen internationalen Tätergruppe Ende November 2009 - weitere Erfolge erzielt, berichtete die Sicherheitsdirektion am Dienstag:

Seit März wurden in Zusammenarbeit mit dem Anti-Doping-Referat des Bundeskriminalamtes mehrere koordinierte Amtshandlungen gegen die Anabolikakriminalität in Österreich geführt und zehn Verdächtige festgenommen. Substanzen im Verkehrswert von mehreren 100.000 Euro wurden sichergestellt.

Im Zuge der Erhebungen gegen die Betreiber diverser Internetplattformen stießen die Ermittler auf einen 27-Jährigen aus dem Bezirk Wiener Neustadt, der u.a. in einem Online-Forum mit Anabolika, Hormonen und Stimulanzien handelte. Bei einer Hausdurchsuchung fanden sich zahlreiche Anabolika, Hormone und Stimulanzien, an der Wohnadresse seiner Eltern wurde sein Lager ausgehoben. Die sichergestellten Anabolika repräsentierten einen Verkehrswert von 50.000 Euro. Der Verdächtige, der im April festgenommen worden war, gestand, in einem Zeitraum von eineinhalb Jahren Mittel mit einem Gesamtgewinn von 16.000 Euro vertrieben zu haben. Dabei habe er die Substanzen entweder per Post in Österreich oder in weitere Länder der EU versandt sowie an Konsumenten in seinem Nahbereich verkauft.

26-Jähriger aus Wien-Liesing

Weiters wurden ein 30-Jähriger aus dem Bezirk Mödling und ein 26-Jähriger aus Wien-Liesing ausgeforscht, die ebenfalls seit Mitte 2008 mit großen Mengen Anabolika, Hormonen und Stimulanzien gehandelt haben sollen. In diesem Fall gab es sieben Hausdurchsuchungen, wobei mehrere tausend Stück von 100 verschiedenen Produkten vorwiegend aus den USA, China und Frankreich sichergestellt wurden. Dazu kamen über 1.000 Stück des Anabolikapräparates H-Drol und mehrere hundert Stück Anabolika in Form von so genannten Blades. Der Wert der Substanzen belief sich auf mindestens 200.000 Euro. Beide zeigten sich geständig, wollten jedoch nicht gewusst haben, dass die Produkte auf der Verbotsliste stehen.

Zwei Tonnen Substanzen beschlagnahmt

Unter dem Verdacht des Anabolikahandels festgenommen wurden vor kurzem auch ein 30-Jähriger aus dem Bezirk St. Pölten und sein Wiener Lieferant. Bei dem 37-Jährigen wurden u.a. 10.000 Ampullen und 8.000 Tabletten im Straßenverkaufswert von mindestens 100.000 Euro gefunden.

Weitere Verhaftungen galten einem 39-Jährigen aus dem Bezirk Leibnitz und einem 33-Jährigen aus dem Raum Graz, die als Konsumenten und gewerbsmäßig agierende Verkäufer agiert haben sollen. Die Lebensgefährtin des 33-Jährigen versuchte, mit einer Sporttasche voll Anabolika über die Terrasse zu flüchten. Die sichergestellten Produkte stammten vorwiegend aus Russland, China und ehemaligen Ostblockstaaten. Bei seiner Einvernahme nannte der geständige 33-Jährige den 39-Jährigen als Lieferanten.

Konsumenten und Verkäufer

Zuletzt forschten die Kriminalisten einen 53-Jährigen aus dem Bezirk Horn und einen 39-Jährigen aus dem Bezirk Krems aus. Beide seien laut Sicherheitsdirektion ebenfalls Konsumenten und Verkäufer gewesen, die Ehefrau habe den 53-Jährigen unterstützt. Ein 46-Jähriger habe aus dem Kosovo in mehreren Fahrten Anabolika ins Land geschmuggelt.

Die jüngsten Festnahmen seien aus kriminaltaktischen Gründen erst jetzt bekanntgegeben worden. Weitere Ermittlungen zur Ausforschung von Zwischenhändlern und Konsumenten sind im Gang, auch werden noch umfangreiche Befragungen von Zeugen und Beschuldigten durchgeführt. Hinweise betreffend Anabolikahandel werden an das Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsgruppe Anabolika, unter der Telefonnummer 059133303401-3405 erbeten.

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