Amoklauf in Serbien: Tat mit "Ungerechtigkeit" begründet

Gegen den Amokläufer, der sich noch immer im Krankenhaus im südserbischen Nis befindet und in ein paar Tagen in ein Gefängniskrankenhaus nach Belgrad verlegt werden soll, wurde in der Zwischenzeit ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Bei Anhörung durch Ermittlungsrichterin Dusica Singurilovic soll der Mann seine Tat mit der „Ungerechtigkeit“, die ihm angeblich geschehen war, begründet haben, ohne dies genauer zu erläutern. Er konnte sich an die Tat allerdings relativ gut erinnern, auch daran, dass er zuerst seine Frau schwer verprügelt hatte.

Seine Frau bestätigte unterdessen Medien gegenüber, dass ihr Mann im Mai 2006 einen Tag in einer psychiatrischen Anstalt in Belgrad verbrachte und auf ihren Antrag entlassen wurde, um die Behandlung in Österreich fortzusetzen. Ihr Mann habe zuerst die Ratschläge der Ärzte verfolgt, sagte sie den Medien. Später wollte er allerdings Medikamente nicht mehr einnehmen, weil er sich angeblich gut fühlte.

Der 38-jährige Amokläufer galt in Jabukovac als ein geschickter Jäger. Auf seine Opfer schoss er den ersten Gutachter-Meinungen zufolge aus relativer Nähe von etwa 15 Metern. Der serbische Innenminister Dragan Jocic hat unterdessen die Absicht angekündigt, die Ausstellung von Waffenscheinen einer strengeren Kontrolle zu unterziehen.

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