Amokfahrt: Kein krimineller Hintergrund

Symbolbild &copy bilderbox
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Die Amokfahrt eines 24-jährigen Wieners, die Montagabend erst durch Schüsse der Polizei beendet wurde, hat keine kriminellen Hintergründe. Das gab der Leiter der Kriminaldirektion 1, Ernst Geiger, bekannt.

Vielmehr müsse man auf Grund von Aufzeichnungen, die im Fluchtauto gefunden wurden, davon ausgehen, dass der Mann unter schweren psychischen Problemen gelitten habe, so Geiger.

Der 24-Jährige schwebt nach den am Montag erlittenen Schussverletzungen in Lebensgefahr. Der Fall wurde der Staatsanwaltschaft übergeben. Diese muss jetzt auch die Rechtmäßigkeit des Einsatzes der Schusswaffe klären.

Lenker schrieb “wirres Zeug”

„Ich hasse euch alle, genauso wie ich euch liebe“, stand in den Aufzeichnungen. Geiger: „Er schreibt großteils wirres Zeug.“ Als „normal“ könne man den jungen Mann, der aus besseren Verhältnissen stamme, nicht bezeichnen. Der Audi, den er abgemeldet habe, sei auf 500 PS aufgemotzt gewesen, so Geiger: „Das Auto an sich birgt ein enormes Gefahrenpotenzial.“ Ob der Schwerverletzte selbstmordgefährdet gewesen sei, könne man noch nicht abschätzen.

Lenker in lebensbedrohlichem Zustand

Die fehlenden Kennzeichen waren einer Streife am Montag in Wien- Neubau aufgefallen, über Ottakring führte die wilde Flucht unter Missachtung aller Geschwindigkeitsvorschriften nach Penzing, wo die Beamten den Mann mit Schüssen auf das Auto zur Aufgabe zwangen – drei Kugeln trafen den 24-Jährigen in den Oberschenkel, die Hüfte und den Kopf. „Sein Zustand ist lebensbedrohlich.“

Neben den Aufzeichnungen fand die Polizei im Auto auch eine gebrauchte Spritze mit Suchtgiftrückständen. „Gedealt hat er aber bestimmt nicht, er war nur Konsument“, so Geiger.

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