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AMIS-Prozess um 62 Mio. Euro Schaden gestartet

Der Mega-Prozess gegen die ehemaligen Vorstände und Manager des Wiener Finanzdienstleisters AMIS Asset Management Investment Services AG ist neben dem BAWAG-Prozess das derzeit zweite große Wirtschaftsverfahren in Österreich.
Staatsanwalt: Amis war "komplexe Betrugsmaschinerie"
Großer Beteiligten- und Besucherandrang blieb aus
Böhmer, Loidl und Mitter bekennen sich schuldig

Fünf Personen sind angeklagt, einer von ihnen, Wolfgang Gänsdorfer, ist wegen einer Erkrankung nicht erschienen. Sein Verfahren wurde ausgeschieden.

Damit die vorerst für drei Wochen angesetzten Verhandlungen ordnungsgemäß über die Bühne gehen können, musste im Wiener Konferenzzentrum für rund 97.000 Euro ein eigener Saal angemietet und umgebaut werden. Zahlreiche Journalisten sind zum Prozess gekommen, das Zuschauerinteresse hält sich aber in Grenzen: Rund zwei Dutzend Besucher saßen in den spärlich besetzten Reihen des Konferenzsaals. Auch von den angekündigten 80 Privatbeteiligtenvertreter waren nur 30 gekommen, um die Interessen geschädigter Anleger zu vertreten. Auch Anlegervertreter Wilhelm Rasinger war zum Prozessauftakt erschienen.

Insgesamt stehen im umgebauten Saal 350 Sitzplätze zur Verfügung. Zum Prozessauftakt waren die Reihen im zum Gerichtssaal umgebauten Konferenzsaal weitgehend leer.

Mehr als 15.000 Anleger sollen von den fünf angeklagten AMIS-Managern – darunter die beiden AMIS-Gründer Dietmar Böhmer (36) und Harald Loidl (47) – über Jahre hinweg geschädigt worden sein. Böhmer und Loidl waren Anfang Dezember 2005 in Venezuela verhaftet worden und werden nun aus der U-Haft zum Prozess vorgeführt. Für alle Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. Ein erheblicher Teil der Geschädigten hat sich dem Verfahren als Privatbeteiligte angeschlossen.

Die Verteidiger der Hauptangeklagten haben wie berichtet umfassende Geständnisse ihrer Mandanten angekündigt. Böhmer und Loidl werden sich demnach der Untreue und des schweren gewerbsmäßigen Betrugs schuldig bekennen. Strafdrohung: Bis zu zehn Jahre Haft. Laut Anklage, die – wie im BAWAG-Prozess – von Staatsanwalt Georg Krakow vertreten wird, soll den geschädigten AMIS-Anlegern ein Schaden von 62,2 Mio. Euro entstanden sein. Geleitet wird das Schöffenverfahren von Richterin Daniela Setz-Hummel. Als Mittäter angeklagt sind der Ex-AMIS Vorstand Thomas Mitter sowie die Fondsmanager Wolfgang Gänsdorfer und Alban Kuen; beide hatten sich im Vorverfahren nicht geständig gezeigt. Gänsdorfer ist nach Angaben seines Anwalts an einer Prostata-Entzündung erkrankt, das Verfahren gegen ihn wurde ausgeschieden.

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