Am Sonntag Sturmtief mit Sturmböen bis zu 100 km/h

Während dem Sturmtief "Sabrina" im Jahr 2020 waren einige Parkanlagen in Wien gesperrt. Kommendes Wochenende erwarten Experten vor allem im Flachland erneut ein Sturmtief.
Während dem Sturmtief "Sabrina" im Jahr 2020 waren einige Parkanlagen in Wien gesperrt. Kommendes Wochenende erwarten Experten vor allem im Flachland erneut ein Sturmtief. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Der Jänner geht turbulent zu Ende und damit auch das meist trübe Wetter im Alpenraum. Laut Experten kündigen sich schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h an.

In den nächsten Tagen überqueren uns von Norden her kräftige Tiefdruckgebiete und damit wird es in Österreich stürmisch und in den Alpen wieder winterlich. Das erste Tief bringt am Freitag vor allem am Alpenostrand kräftigen Westwind, an der Alpennordseite auch Neuschnee. Am Sonntag erreichen uns dann Ausläufer eines Sturmtiefs. Nach den Experten der Österreichischen Unwetterzentrale (www.uwz.at) kündigen sich im östlichen Flachland schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h ab, auf den Bergen ist
mit Orkanböen zu rechen.

Am Donnerstag nach Hochnebel oft sonnig, am Abend im Osten windig

Der Donnerstag beginnt im Rheintal, im Süden und Südosten sowie im Donauraum mit Nebel oder Hochnebel, auch im östlichen Flachland halten sich in der Früh kompakte Wolken. Freundlicher ist es dagegen in den Alpen, abgesehen von lokalen Frühnebelfeldern in den Tälern und ein paar Schleierwolken scheint die Sonne. Tagsüber setzt sich dann
generell im Land die Sonne durch. „Am Nachmittag muss man allerdings am Alpenostrand mit zunehmend kräftigem Westwind rechnen und am Abend gibt es hier erste stürmische Böen“, prognostiziert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der österreichischen Unwetterzentrale. In der Nacht breitet sich von Norden her Regen und Schneefall auf die gesamte Alpennordseite aus, unterhalb von 400 bis 600 m mischt sich Regen dazu.

Wetter am Freitag: Kaltfront mit stürmischem Wind

Am Freitag überquert uns dann die Kaltfront des ersten Tiefs. Von Vorarlberg bis ins Mariazellerland ziehen am Vormittag teils kräftige Schneeschauer durch. „Einige Zentimeter
Neuschnee zeichnen sich vom Kaiserwinkl bis ins Salzkammergut ab, weitere 10 bis 15 Zentimenter kommen hier etwa dazu“, prognostiziert Spatzierer. Wechselhaft geht es auch im Norden und Osten durch den Tag, vor allem in der ersten Tageshälfte ziehen hier Regen-, Schnee-
und Graupelschauer durch. „Markant wird der Wind“, sagt Spatzierer. „Verbreitet gibt es kräftigen Westwind mit Windspitzen von 60 bis 80 km/h.“ Im Tagesverlauf klingen die Schauer im Flachland allerdings weitgehend ab und die Sonne kommt zum Vorschein. Wetterbegünstigt ist der Süden und Südosten des Landes, hier sorgt der kräftige Nordföhn
für freundliche Bedingungen.

Am Wochenende turbulent, Sturmhöhepunkt am Sonntag

Der Samstag bringt neuerlich im ganzen Land viele Wolken, zunächst bleibt es allerdings noch trocken. Am Nachmittag fällt nördlich der Alpen ein wenig Regen, die Schneefallgrenze steigt auf über 1000 m an. In der Nacht auf Sonntag erreichen uns dann von Nordwesten her
die Ausläufer eines Sturmtiefs über dem Baltikum. Regen- und Schneeschauer breiten sich auf die Alpennordseite aus und der Wind frischt erneut kräftig bis stürmisch aus West auf. Vom Mühlviertel über den östlichen Donauraum bis ins Wiener Becken wird es am Sonntag
stürmisch, verbreitet ist hier mit Sturmböen, am Alpenostrand mit schweren Sturmböen zu rechnen. „Beim Skifahren muss man am Sonntag Acht geben, denn auf den Bergen sind Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h möglich, auch größere
Schneeverwehungen sind hier nicht auszuschließen“, warnt Spatzierer. Erst am Nachmittag beruhigt sich das Wetter langsam wieder und mit dem Einfließen kühlerer Luft aus dem Norden zeigt sich öfters die Sonne.

(Red)

  • VIENNA.AT
  • Österreich
  • Am Sonntag Sturmtief mit Sturmböen bis zu 100 km/h
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen