Altach nützt in Kärnten nur ein Sieg

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Schlusslicht SCR Altach nutzen im Abstiegskampf der Bundesliga nur Siege. Sechs Spiele vor Schluss liegen die Vorarlberger punktegleich mit dem SV Mattersburg am Tabellenende.

Die Burgenländer haben in der 31. Runde aber die vermeintlich leichtere Aufgabe. Während Mattersburg Aufsteiger Kapfenberg empfängt, gastiert Altach beim SK Austria Kärnten – einer Mannschaft, gegen die es in dieser Saison bereits drei Niederlagen gesetzt hat.

Altach-Trainer Georg Zellhofer kündigte nach der starken Leistung beim Heimremis gegen Meister Rapid (1:1) dennoch eine offensive Ausrichtung an. “Uns nützen nur drei Punkte. Wir brauchen dringend dieses Erfolgserlebnis”, erklärte Zellhofer. “Gut gespielt haben wir lange genug.” Von den vergangenen elf Spielen haben die Vorarlberger aber nur eines gewonnen – 2:1 Ende Februar gegen die Austria. Seither wartet Altach sieben Runden auf einen Dreipunkter.

In Kärnten muss Zellhofer zudem den gesperrten brasilianischen Spielmacher Ze Elias vorgeben, dafür kehren Christoph Stückler und der zu Rapid abwandernde Mario Konrad nach Sperren zurück. Auswärts hatte sich Altacher bisher alles andere als erstligareif präsentiert. Zuletzt gab es in 23 Partien auf fremdem Platz nur einen Sieg, von insgesamt 50 Versuchen in ihrer Oberhaus-Geschichte haben die Vorarlberger auswärts nur fünfmal voll gepunktet.

Kärnten-Trainer Frenkie Schinkels erwartet dennoch eine schwierige Aufgabe. Während es für Altach ums Überleben geht, ist für die Kärntner nur noch auf Kosten von Ried eine Rangverbesserung auf Platz fünf möglich. “Natürlich wollen wir gewinnen”, versicherte Schinkels, der auf die verletzten Zlatko Junuzovic, Sandro und Chiquinho verzichten muss. “Wenn eine Mannschaft mitten im Abstiegskampf steckt, sind das aber immer die schwierigsten Spiele.”

Im Kampf um Platz neun will Schinkels nicht das Zünglein an der Waage sein. “Gegen Altach spielen wir für Mattersburg, und gegen Mattersburg spielen wir für Altach”, erklärte der Ex-Teamspieler. Viel weniger entspannt reagierte der gebürtige Niederländer auf die Art und Weise, wie die Konkurrenz in seiner Mannschaft wildere. Junuzovic wechselt im Sommer zur Austria, Bukva zu Sturm Graz. “Bei uns haben sie eine Bombe reingehaut”, schimpfte Schinkels.

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