Altach gewinnt in Kärnten

Vorisek (M.) führte die Altacher zum Sieg
Vorisek (M.) führte die Altacher zum Sieg ©APA
Bundesliga-Schlusslicht SCR Altach hat am Samstag nach sieben Runden wieder einen vollen Erfolg eingefahren.

Das Team aus dem Ländle feierte vor 6.120 Zuschauern in der Hypo Group Arena in Klagenfurt dank Treffern der im Winter geholten Tschechen Petr Vorisek (15.) und Tomas Jun (42., 69.) einen verdienten 3:0-(2:0)-Sieg über den SK Austria Kärnten, der sich damit den Vorarlbergern nach drei Siegen erstmals in dieser Saison geschlagen geben musste.

Trotz des ersten Auswärtssieges seit mehr als einem halben Jahr blieb Altach aber auch nach der 31. Runde Tabellenletzter, da auch die weiterhin punktegleichen Mattersburger im Heimspiel gegen Kapfenberg einen 3:1-(1:0)-Erfolg schafften. Den weiter sechstplatzierten Kärntnern fehlen jetzt fünf Runden vor Schluss bereits sieben Punkte auf Platz fünf, den die SV Ried innehat.

Die Gäste aus Vorarlberg begannen überaus engagiert und hatten bereits in Minute zwölf eine Riesenchance, doch Kärnten-Schlussmann Schranz entschärfte den Schuss von Schoppitsch aus kurzer Distanz (12.). Wenig später nutzte Altach aber die eklatanten Abwehrschwächen der Hausherren gnadenlos aus: Vorisek, der sich nach Doppelpass mit Jun gegen Bubenik durchsetzte, besorgte mit seinem vierten Saisontor die hochverdiente Führung für die Zellhofer-Elf (15.).

Für Kärnten war dieser Gegentreffer aber keineswegs ein Weckruf. Auch in der Folge grenzte die Leistung der Schinkels-Elf in Hälfte eins an Arbeitsverweigerung, vor allem die Szene, die zum 0:2 führte, war bezeichnend: Manuel Weber spielte mit einem verunglückten, weil viel zu kurzen Rückpass im Mittelkreis dem lauernden Jun genau in den Lauf, eine Chance, die sich der Tscheche nicht entgehen ließ und vom Elfer trocken verwertete (42.).

Nach der Pause entschied Jun dann mit seinem fünften Saisontor die Partie endgültig: Nach einem Freistoß von Vorisek aus knapp 20 Metern fälschte der 26-Jährige den Ball mit seiner Kehrseite unhaltbar für Schranz ins lange Eck ab (69.). Zuvor hatte sich Altach-Tormann Schicklgruber ausgezeichnet und zwei Chancen der Kärntner auf den Anschlusstreffer zunichtegemacht (46., 63.).

Unterm Strich ging das Ergebnis aber trotzdem auch in dieser Höhe in Ordnung. Es war nicht nur der erste Sieg für Altach seit dem 2:1 am 27. Februar im Heimspiel gegen Austria Wien, sondern auch der erst zweite in den jüngsten 24 Auswärtspartien. In dieser Saison hatten die Vorarlberger bisher nur am 5. Oktober gegen LASK Linz (3:1) in der Fremde gewonnen.

Kärntens Negativserie wurde dagegen prolongiert, seit fünf Runden (1 Remis/4 Niederlagen) warten die Klagenfurter nun schon auf einen Sieg. Nur in den beiden Nachtrags-Heimspielen gegen Salzburg (4. März/2:0) sowie gegen Sturm (18. März/4:2) hat der Mittelständler bisher im Frühjahr voll gepunktet.

Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer): “Man kann sich für diese Leistung nur bei den eigenen Fans und bei Mattersburg entschuldigen. Wir waren heute kein Gegner, der seiner Pflicht nachkommt. Dafür muss ich mich genieren. Ich glaube, dass sich bei uns einige Spieler nicht mehr motivieren können. Das ist traurig. Bei uns treffen sich einige Spieler mehr mit den Beratern als beim Verein zu sein. Ich muss jetzt einen Schnitt machen, damit wir wenigstens viel mehr Einsatz zeigen.”

 

Georg Zellhofer (Altach-Trainer): “Das war ein sehr wichtiges Spiel, in dem wir sehr gut eingestellt waren. Wir haben sehr gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Diese drei Punkte waren hochverdient. Wir müssen jetzt weiter ruhigbleiben im Kampf gegen den Abstieg. Das Selbstvertrauen ist da.”

Petr Vorisek (Altach-Torschütze zum 1:0): “Die ganze Mannschaft hat viel gearbeitet. Wir hatten heute nicht nur viele Chancen, sondern auch endlich Glück.”

SK Austria Kelag Kärnten – Cashpoint SCR Altach 0:3 (0:2)
Hypo Group Arena, 6.120 Zuschauer, SR Meßner

Tor: 0:1 (15.) Vorisek, 0:2 (42.) Jun, 0:3 (69.) Jun

Kärnten: Schranz – Bubenik (46. Riedl), Pusztai, Ortlechner, Prawda – Mair, Hinum, M. Weber (46. Salvatore), Dollinger (65. Hierländer) – Pink, Schumacher
Altach: Schicklgruber – Gramann, Djordjevic, Guem – Mimm (35. Karatay), Vorisek, Koch, Kling, Schoppitsch (90. Mayer) – Jun,
Radonjic (78. Konrad)

Gelbe Karten: Hinum bzw. Mimm, Schoppitsch, Kling
Die Besten: Keine bzw. Vorisek, Schoppitsch, Schicklgruber

 

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