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Altach: Das Hoffen auf ein Wunder

Für das letzte Heimspiel des SCR Altach in dieser Saison sind die Sitzplätze ausverkauft, nur noch Stehplätze sind zu haben. Die Fans hoffen wohl auf ein Fußballwunder.

Das Fußballwunder ist schnell beschrieben: Der Cashpoint SCR Altach muss genau um vier Punkte mehr holen als der SV Matterburg, und das aus den letzen beiden Spielen der Saison. Oder acht Treffer aus der Tordifferenz aufholen, dann genügen drei Punkte. Solche “Kantersiege” werden sich aber nicht spielen, also muss Altach hoffen, dass die Burgenländer keines der beiden letzten Spiele gewinnen werden.

Die Szenarien im Detail: Sollte Mattersburg beide Spiele verlieren, braucht Altach genau vier Punkte aus den beiden letzten Partien gegen Kapfenberg und – oje, oje – in Salzburg. Sollte Mattersburg die beiden Spiele hoch verlieren (z.B. 0:5 und 0:4), dann genügt Altach ein Sieg und eine knappe Niederlage aus dem Restprogramm. Wenn Mattersburg einen Punkt holt, braucht Altach schon zwei Siege, das gilt auch dann, wenn beide Spiele von Mörz und Co. Remis enden sollten. Sollte Mattersburg gar vier Punkte holen, nützt alles nichts mehr, genauso natürlich bei zwei Siegen der Burgenländer, in diesen beiden Fällen muss Altach in die Erste Liga zurück.

Die Fans der Rheindörfler rechnen offensichtlich nicht mit den beiden “unmöglichen” Szenarien, sie werden das Schnabelholz offenbar in gleicher Intensität stürmen wie gegen Sturm Graz und Rapid Wien, als jeweils mehr als 8000 Zuschauer die beiden 1:1-Remis sahen. Die Hoffnung lebt also zumindest bis morgen weiter, auch wenn sie schon in die Kategorie “vage Hoffnung” abgesackt ist. Besonders bitter ist die Tatsache, dass “wir die beste Mannschaft seit dem Aufstieg vor drei Jahren haben und trotzdem jetzt mit dem Abstieg rechnen müssen”, meint Alex Guem. Der übrigens betont hat, seinen Zweijahresvertrag (bis 2010) erfüllen zu wollen, auch eine Spielklasse tiefer. “Ich habe für den Verein unterschrieben, nicht für die Liga”, so Guem. Allerdings, sollte ein anderer Klub die Qualitäten des großen Kämpfers brauchen können und entsprechend honorieren wollen, müsste er sich die Sache doch noch einmal gut überlegen. Bis jetzt blieb Guem “unbehelligt”, er weiß auch den Grund: “Ich habe keinen Manager …”

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