Alljährlicher Flohmarkt im Wiener Burgtheater

Rund 1000 Besucher ergatterten Unikate beim Burgtheater-Flohmarkt.
Rund 1000 Besucher ergatterten Unikate beim Burgtheater-Flohmarkt. ©APA
Rund 1000 Menschen trotzten am Samstag den kühlen Temperaturen und besuchten am Vormittag den jährlichen Flohmarkt im Wiener Burgtheater, um einzigartige Artefakte für den privaten Gebrauch zu erstehen.

Während hinter den Kulissen über den per 1. September 2016 ausgeschriebenen Posten entschieden wird, gab es für Liebhaber des Theaters am Ring die Möglichkeit, einzigartige Artefakte für den Privatgebrauch zu erstehen. Es wirkte fast wie eine letzte und enorm hektische Aufräumaktion, bevor ein neuer Chef – oder eine neue Chefin – das Zepter übernimmt.

Flohmarkt im Wiener Burgtheater

Am Samstag um 11 Uhr öffnete das Burgtheater seine Pforten. Innerhalb von zwei Stunden konnte alles ergattert werden, was sonst nur verstaubt in der Ecke liegen würde. Während die einen in alten – zum Teil historischen – Programmheften schmökerten, bewaffneten sich andere Besucher mit überdimensionalen Einkaufstaschen und staubten ein Unikat nach dem anderen ab.

Besonders interessant wurde es, wenn man die Feststiege des Burgtheaters verließ und nach draußen ging. Dort waren weit größere und viel extravagantere Schätze zu ergattern. Neben Scheinwerfern, Mischpulten und anderen technischen Spielereien waren es vor allem die Requisiten der verschiedensten Stücke, die es dem Schwall an Besuchern angetan hatten. Vor lauter Gedränge, bei dem man beinahe zum Klaustrophobiker mutierte, waren es u.a. die im Stück “Rasmus, Pontus und der Schwertschlucker” verwendeten Autoscooter, die besondere Aufmerksamkeit erregten und die um das stolze Sümmchen von 250 Euro an den Mann gebracht wurden.

Kostüme, Stühle und Vintage wohin das Auge reicht

Einmal in die Haut, oder in diesem Fall in die Kostüme, von Schauspiel-Granden wie Tobias Moretti oder Birgit Minichmayr zu schlüpfen, dürfte für viele Besucher ein Ansporn gewesen sein. Die dutzenden Kleidungsstücke wurden im Sekundentakt verkauft.

“Kennans an guadn Tischler?” hieß es dann beim Verkauf von Stühlen, denen man anhand theatralischer Gebrauchsspuren anmerkte, wie oft sie bereits in der Hektik des Bühnenumbaus in die Ecke geschmissen wurden. Allerdings sind es gerade diese Art von angebotenen Artikeln, die den Reiz eines solchen Flohmarkts ausmachen. Vintage wohin das Auge reicht, gepaart mit guter Stimmung und einem kleinen Imbiss- und Getränkestand inklusive musikalischer Untermalung, macht dieser Flohmarkt jedem noch so gemütlichen Zuhause ernsthafte Konkurrenz.

(APA/Red)

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