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Alles eine Frage der Zeit - Trailer und Kritik zum Film

Richard Curtis kann man getrost als Fachmann in punkto romantischer Komödie bezeichnen. Zahlreiche Pärchen fanden in seinem Regiedebüt und Weihnachtskassenschlager "Tatsächlich ... Liebe" zueinander und den charmant verlorenen Hugh Grant verkuppelte er in Drehbüchern zu Klassikern wie "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" und "Notting Hill" mit hübschen Amerikanerinnen. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Dass Curtis in “Alles eine Frage der Zeit” (Originaltitel: “About Time”) nun aber sämtliche Ingredienzen einer typischen “RomCom” mit dem Science-Fiction-Element Zeitreise vermischt, geht leider nach hinten los. Die Ode an das “außergewöhnlich gewöhnliche Leben” bleibt nämlich vor allem eines: gewöhnlich. Ab Freitag (18. Oktober) im Kino.

Alles eine Frage der Zeit: Die Geschichte

Kurz nach seinem 21. Geburtstag wird Tim Lake (Domhnall Gleeson) von seinem Vater (Bill Nighy) in das Geheimnis eingeweiht, dass sämtliche Männer der Familie die Fähigkeit besitzen, in die eigene Vergangenheit zu reisen. Die Geschichte kann er so zwar nicht verändern, seinem spärlichen Liebesleben aber auf die Sprünge helfen. So wird der verpasste Neujahrskuss nachgeholt und dem großen Schwarm doch noch die Liebe gestanden.

Jahre später lernt Tim als angehender Anwalt in London die hübsche Amerikanerin Mary (Rachel McAdams) kennen und lieben, doch eine unüberlegte Zeitreise macht die Begegnung nichtig. Zwei “erste Treffen” später hat er ihr Herz erneut gewonnen – und auch für den erfolgreichen ersten Sex, den perfekten Heiratsantrag und andere Meilensteine ist Zeitreiserei von Vorteil. Doch irgendwann muss Tim feststellen, dass es auch in seinem Leben Dinge gibt, die sich nicht ändern lassen.

Alles eine Frage der Zeit: Die Kritik

Was in hirnverknotenden Science-Fiction-Filmen den Kern der Geschichte darstellt, wird hier zum moralischen Hilfsmittel: Die Zeitreisen in Richard Curtis’ Universum werden bald beliebig und inkonsistent und dienen lediglich dem Ende mit erhobenem Zeigefinger, wonach wir in der Gegenwart leben und jeden Moment genießen sollten. Dass Tim sich bis dahin per Stalking und Manipulation Erfolg bei Frauen sichern will und ohne Ehrfurcht ins Leben Anderer pfuscht, nimmt man nur dank des allzu unschuldigen, rothaarigen Newcomers Domhnall Gleeson hin.

Der spannende Gedanke des Films, wie mit Zeitreisen nach Verlust eines geliebten Menschen oder der Geburt des eigenen Kindes zu verfahren ist, wird spät und äußerst rasch abgehandelt. Was zurück bleibt, ist eine langatmige, sentimentale Familien- und Liebesgeschichte ohne bemerkenswerte Chemie zwischen den Hauptdarstellern, dafür mit dem wie immer erfrischenden Curtis-Liebling Bill Nighy. “Alles eine Frage der Zeit” verbindet bekannte Elemente aus Curtis’ filmischer Vergangenheit, vom Westlondoner Umfeld bis zur amerikanisch-britischen Love Story, lässt aber an seinen gewitzten Dialogen und schrägen Charakteren vermissen. Am Ende bleibt einem nur der Wunsch, selbst 123 Minuten in die Vergangenheit reisen zu können, um sich stattdessen eine frühere Curtis-Schnulze anzusehen. Oder seine TV-Serie “Mr. Bean”.

(APA)

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