Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Alle Jahre wieder - erhöhte Ozonbelastung im Sommer

Etwa 10% der Bevölkerung zeigt schon bei niedrigen Ozonwerten gesundheitliche Reaktionen: Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen, Asthma-Anfälle oder eingeschränkte der körperliche Leistungsfähigkeit.

Laut dem Umweltbundesamt führen diese Auswirkungen auch zu vermehrten Spitalseinweisungen.

Was ist Ozon eigentlich?
Ozon ist ein Reizgas, das zu Beeinträchtigungen der Lungenfunktion führen kann. Ozon entsteht an heißen Tagen verstärkt durch Sonneneinstrahlung aus Luftschadstoffen, vor allem aus Stickstoffoxiden in Auto- und Industrieabgasen sowie aus flüchtigen Kohlenwasserstoffen in Lösungsmitteln und lösungsmittelhaltigen Lacken.

Ozonbelastung hängt von der Tageszeit ab
Über Nacht wird das bodennahe Ozon vom Vortag abgebaut. Frühmorgens ist die Konzentration in der Atemluft am geringsten, sie steigt mit zunehmender Sonneneinstrahlung im Verlauf des Vormittags an und erreicht ihren Höhepunkt etwa zwischen 14:00 und 16:00 Uhr. In Innenräumen sinkt die Konzentration nach dem Schließen der Fenster innerhalb einer Stunde auf ungefähr 10 Prozent des Außenwertes.

Prävention durch rechtzeitige Information
Für die Wirkung von Ozon auf die Menschen sind vor allem drei Faktoren maßgeblich:
– Konzentration des Ozons in der Atemluft – Dauer der Einwirkung – Ausmaß der körperlichen Anstrengung
Daher sollte die Bevölkerung bei einer erhöhten Ozonbelastung die Möglichkeit haben, die Folgewirkungen zu verringern, indem etwa Anstrengungen im Freien auf das Notwendigste beschränkt werden. Voraussetzung dafür: Die Menschen müssen rechtzeitig über Überschreitungen der Informations- und Alarmschwellenwerte Bescheid wissen. Die Informationsschwelle wird bei einer einstündigen Ozonkonzentration von mehr als 180 µg/m”, die Alarmschwelle wird bei einer einstündigen Ozonkonzentration von mehr als 240 µg/m” erreicht. Ein Mikrogramm (µg) ist ein Millionstel Gramm.

Ozon-SMS-Service informiert über erhöhte Ozonbelastung
Ein SMS-Service von Ö3 in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt informiert per SMS, sobald die Ozonbelastung die offiziellen Schwellenwerte (Informations- und Alarmschwelle) überschreitet. Für die kostenlose Registrierung muss lediglich ein SMS mit dem Wort OZON an die Mobilnummer 0900 600 603 geschickt werden, nach Angabe der Postleitzahl ist die Registrierung abgeschlossen. Ist an der nächstgelegenen Messstelle die Ozonbelastung höher als der Informations-Schwellenwert, wird automatisch ein SMS verschickt. Jedes Warn-SMS kostet den Empfänger 30 Cent.

Die AUVA empfiehlt folgende Verhaltensweisen
– Bei Überschreitung der Ozon-Informationsschwelle: Ozonkonzentrationen über der Informationsschwelle können bei besonders empfindlichen Personen und bei erhöhter körperlicher Belastung geringfügige Beeinträchtigungen hervorrufen. Der normale Aufenthalt im Freien (z. B. Spaziergang, Baden, Picknick) ist aber unbedenklich.

– Bei Überschreitung der Ozon-Alarmschwelle: Ozonkonzentrationen über der Alarmschwelle können zu Reizungen der Schleimhäute und zu Atemwegsbeschwerden führen. Ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien, insbesondere in den Mittags- und Nachmittagsstunden, sind zu vermeiden. Gefährdete Personen – wie beispielsweise Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Personen mit schweren Erkrankungen der Atemwege und/oder des Herzens, sowie Asthmakranke – sollen sich bevorzugt in (rauchfreien) Innenräumen aufhalten.

Organisatorische Schutzmaßnahmen
Dienstgeber sollten ihre Beschäftigten über eine Überschreitung der Informations- oder der Alarmschwelle für Ozon informieren, wenn regelmäßig im Freien gearbeitet wird. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, um die Belastung durch einfache organisatorische Maßnahmen zu verringern:

– Die Arbeitszeiten im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes anpassen und den Arbeitsbeginn vorverlegen – Häufigere Erholungspausen einlegen – Körperlich anstrengende Arbeiten in die Morgen- und Vormittagsstunden, leichtere Arbeiten (z. B. Wartungs- und Aufräumarbeiten) in die Nachmittagsstunden verlegen – Arbeiten in das Innere von Gebäuden verlagern – Fenster während der Nacht offen halten oder am frühen Morgen öffnen, tagsüber Fenster schließen und beschatten, für Luftbewegung sorgen – Pausen möglichst in Räumen verbringenOzon-Quellen in Innenräumen

Unabhängig vom bodennahen Ozon unter freiem Himmel gibt es auch in Innenräumen Ozon-Quellen, etwa Drucker und Kopierer. Indem man diese Räume ausreichend be- und entlüftet, wird die Ozonkonzentration in der Luft wirksam reduziert. Außerdem bleiben die Ozonfilter in Druckern und Kopierern nur funktionstüchtig, wenn sie regelmäßig kontrolliert und gewechselt werden.

AUVA Broschüre über “Arbeit im Freien”
Die AUVA Broschüre “Arbeit im Freien” informiert über die drei wichtigsten Negativfaktoren im Sommer – Hitze, UV-Strahlung und Ozon – und empfiehlt jeweils passende Schutzmaßnahmen. Die Broschüre kann auf www.tinyurl.com/5vf6q9 bestellt oder als pdf-Dokument heruntergeladen werden.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Alle Jahre wieder - erhöhte Ozonbelastung im Sommer
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen