Alkolenker fürchten sich zu wenig vor Unfällen

Alkolenker schätzen das Unfallrisiko nicht richtig ein.
Alkolenker schätzen das Unfallrisiko nicht richtig ein. ©Pixabay.com (Sujet)
Nur jeder achte Alkolenker in Österreich fürchtet sich vor einem Unfall. Die Realität sieht freilich anders aus: Jeder dritte alkoholisierte Autofahrer sei in einen Unfall mit Sach- oder Personenschaden verwickelt. Das ist das Ergebnis neuer Studien.

Auf die Frage "Was haben Sie sich vor Ihrer Alkofahrt gedacht?" antworteten die meisten (39,7 Prozent), dass sie sich einfach noch fahrtauglich fühlten. 32,7 Prozent haben sich schlicht gar nichts dabei gedacht und weitere 25 Prozent, es sei "eh nicht weit und es wird schon nichts passieren". Dass man es sich im Falle einer Anhaltung mit der Polizei schon richten kann, glaubten nur 0,8 Prozent der Befragten.

Umfrage: Alkolenker schätzen Unfallrisiko als zu gering ein

Für die Studie wurden landesweit 500 Teilnehmer von Alkohol-Nachschulungskursen vom Institut alles-fuehrerschein.at befragt.

2018 ereigneten sich laut Statistik Austria zufolge 2.291 Alkoholunfälle, das entspricht sechs pro Tag. Bei 6,2 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden war die Person am Steuer alkoholisiert. Mussten vor rund 15 Jahren rund 20.000 Personen zur Nachschulung, waren es im Jahr 2018 rund 13.000. Die zunehmende polizeiliche Überwachung und die verkehrspsychologische Nachschulung trugen zu diesem Rückgang bei, berichtete Verkehrspsychologe Gregor Bartl von alles-führerschein.at, einer von mehreren Stellen, die vom Verkehrsministerium zur Abhaltung von Nachschulungen ermächtigt sind.

(APA/Red.)

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