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Alice Schwarzer mit neuer Biographie in Wien

Alice Schwarzer war am Dienstag zu Besuch in Wien. Die prominenteste deutsche Feministin präsentierte in der Wiener Hauptbücherei ihre neue Autobiographie "Lebenslauf".
Alice Schwarzer bei der Buchpräsentation
Das war Alice Schwarzers Buchpräsentation

Die Autobiographie Alice Schwarzers, die sie am 4. Oktober in der Wiener Hauptbücherei präsentierte, behandelt nicht das ganze Leben der feministischen Vorkämpferin, sondern beschränkt sich auf die ersten 35 Jahre ihres Lebens. Schwarzer bemüht sich darin um eine Richtigstellung, wer sie wirklich sei und will Vorurteile über ihre Person widerlegen. Denn das Buch soll sie in einem neuen Licht erscheinen lassen. Beispielsweise betont Schwarzer, keine „Männerhasserin“ zu sein.

Schwarzer beginnt ihre Biographie mit der Beschreibung ihrer Kindheit als unerwünschtes, uneheliches Kind mit gespanntem Verhältnis zur Mutter, das von den Großeltern großgezogen wurde. Geboren im Jahre 1942, lässt sie auch Kriegserinnerungen einfließen – und beschreibt nicht zuletzt ihre Erfahrungen auf einem anderen Schlachtfeld: jenem der zwischenmenschlichen Beziehungen. Ihre teils langjährigen Beziehungen zu Männern finden ebenso Eingang in das Buch wie die Feststellung, die Entscheidung  gegen Heirat und Kinder nie bereut zu haben.

Schwarzer als Journalistin und Feministin

Natürlich erfährt man in „Lebenslauf“ auch einiges über die Stationen von Schwarzers journalistischem und politischem Werdegang. Ab 1966 als Journalistin tätig, macht sie zuerst ein Volontariat bei den “Düsseldorfer Nachrichten” und schreibt dann kurz bei der Frauenzeitschrift “Film und Frau” über Mode und Diäten, was sie aber schnell anödet. Danach wird sie für das provokante Monatsmagazin “pardon” tätig. In ihrem sehr persönlichen Buch erzählt sie von Begegnungen mit Zeitgenossen von Udo Jürgens bis hin zu Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. In der französischen Frauenbewegung, später auch in Deutschland kämpft Schwarzer für das Recht der Frau auf Abtreibung und wird so zur Mitbegründerin der neuen deutschen Frauenbewegung.

Schwarzer, die sich zeit ihres Lebens für die Rechte der Frauen einsetzt, wird vielfach angefeindet – sogar aus den eigenen Reihen bzw. von anderen Frauenbewegungen, die ihr mit Boykott-Aufrufen und Gehässigkeiten begegnen. Doch die überzeugte Feministin lässt sich nicht beirren und feiert mit dem feministischen Bestseller „Der kleine Unterschied“ ebenso Erfolge wie mit ihrem legendären Frauenmagazin „EMMA“. Schwarzer, die inzwischen glücklich mit einer Frau lebt, betrachtet sich dennoch nicht als Lesbe und sieht daher keinen Grund, sich zu outen. Am Mittwochabend hat man übrigens auch in Graz die Chance, sie live zu erleben: Schwarzer liest um 19:00 Uhr in der Aula der Alten Universität.

 

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