Algerische Armee tötet Salafisten-Führer

Die algerische Armee hat einen der meistgesuchten Extremistenführer Nordafrikas getötet, der auch Verbindungen zur El Kaida unterhalten haben soll.

Mit Nabil Sahraoui, dem Führer der islamistischen Salafistischen Gruppe für Predigt und Kampf (GSPC), seien auch sein Stellvertreter und eine Reihe weiterer Mitglieder der Organisation getötet worden, berichtete der Militärrundfunk am Sonntag.
Die militante islamistische GSPC, die seit vielen Jahren für den Sturz der algerischen Regierung kämpft, soll auch für die Entführung von 32 Europäern im vergangenen Jahr – 16 Deutsche, 10 Österreicher, vier Schweizer, ein Niederländer und ein Schwede – verantwortlich gewesen sein. Eine deutsche Geisel war einem Hitzschlag erlegen.

Algerischen Zeitungsberichten zufolge kreisten die Streitkräfte die Gruppe um Sahraoui in in der Region von Bejaia, 260 Kilometer östlich von Algier in der Kabylei, ein. Die Streitkräfte hätten vor zwei Wochen mit einer Offensive gegen die Gruppe begonnen, nachdem bei einem Angriff zehn Soldaten getötet worden waren. Bei Kämpfen seien dann am Donnerstag und Freitag sieben militante Islamisten erschossen worden, berichtete die algerische Nachrichtenagentur APS bereits am Samstag.

Sahraouis Tod würde als großer Erfolg für die algerischen Sicherheitskräfte im Kampf gegen den Terrorismus gelten. Mit ihm soll auch sein Stellvertreter und möglicher Nachfolger „Okacha der Fallschirmjäger” getötet worden sein.

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