Al-Kaida droht Saudi-Arabien

Einen Tag nach dem Tod von fünf saudiarabischen Polizisten bei einem Anti-Terror-Einsatz in Riad hat das Terrornetzwerk El Kaida seine Kampfbereitschaft bekräftigt.

„Die Mujaheddin werden Rache an denen nehmen, die den Glauben bekämpfen oder die Kreuzritter verteidigen“, hieß es in einem am Freitag veröffentlichten Schreiben mit dem Absender „Die Stimme der Mujaheddin auf der arabischen Halbinsel“. El Kaida hat unter diesem Namen bereits mehrere Stellungnahmen veröffentlicht.

Die Erklärung wurde der Nachrichtenagentur AP vom Saudi-Institut zur Verfügung gestellt, einer Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Washington. Das Papier bezieht sich ausdrücklich auf die Schießerei vom Donnerstag, bei der außer den fünf Polizisten nach Angaben des Innenministeriums auch der Vater eines Verdächtigen ums Leben kam. In der El-Kaida-Erklärung ist dagegen von sechs getöteten Sicherheitskräften die Rede.

Das Innenministerium hatte die Festnahme von mehreren Verdächtigen gemeldet. El Kaida bestätigte lediglich, dass ein Mitglied namens Khaled el Juwaiser al Faraj festgenommen worden sei. Auch seine Frau und sein Sohn seien verhaftet worden, hieß es in der Erklärung weiter. Farajs Vater sei schwer verletzt.

Die saudiarabischen Sicherheitskräfte haben in den vergangenen Monaten zahlreiche Anti-Terror-Razzien durchgeführt. Im Mai und November 2003 wurden Bombenanschläge auf Wohnsiedlungen von Ausländern verübt, für die El Kaida verantwortlich gemacht wird.

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