AKW: Bei Terroranschlag Sicherheitszweifel

Das Atomkraftwerk Isar I bei Landshut könnte nach einem Bericht in der aktuellen Ausgabe der Info-Illustrierten „News" einem terroristischen Flugzeugabsturz nicht Stand halten.

Unter Berufung auf ein Gutachten der deutschen Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) „News”, dass Terroristen mit sämtlichen gängigen Passagierflugzeugen einen schweren atomaren Unfall in Bayern auslösen könnten. Der Bund Naturschutz (BN) forderte die sofortige Abschaltung des Atommeilers.

Das AKW liegt laut „News” lediglich 70 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt und ist mit 26 Betriebsjahren der „Methusalem” der umstrittenen Kernkraftwerke in Österreichs Nachbarschaft.

Die Landtags-Grünen verlangten unverzüglich Aufklärung vom bayerischen Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) über den Grad der Bedrohung . Dieser verwies an den deutschen Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne). Der Bund müsse ein Vollschutzkonzept für die deutschen Kernkraftwerke entwickeln. „News” zitiert in seinem Bericht aus dem in Deutschland geheim gehaltenen GRS-Gutachten. Demnach sei die Beherrschung des atomaren Ernstfalls „fraglich”, wenn nur ein Triebwerk die Gebäudewand des Reaktors durchschlage und einen Brand auslöse.

Die Grünen-Abgeordnete Ruth Paulig fragte, ob das Kraftwerk nicht konsequenterweise stillgelegt werden müsse. Umweltminister Schnappauf betonte, das angesichts der internationalen Bedrohung entweder ein gemeinsames europäisches oder zumindest ein nationales deutsches Sicherheitskonzept erforderlich sei. Die GRS hatte das Gutachten im Auftrag Trittins erstellt.

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