AKH: Missstände bei Notfallversorgung?

Wiener AKH: FP-Strache ortet Missstände bei Notfallversorgung- das Spital bedauert die Wartezeiten und macht Mittelkürzungen durch den Bund verantwortlich.

Der Wiener FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache ortet grobe Missstände bei der Notfallversorgung im Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH). Eine Vielzahl von Patienten habe am Donnerstagabend in der HNO-Notaufnahme stundenlang auf einen Arzt warten müssen, kritisierte Strache, der dies nach eigenen Angaben selbst beobachtet hat. Im AKH bedauerte man, machte dafür aber Mittelkürzungen des Bundes verantwortlich.

“Notfallstation zwei Stunden nicht ärztlich besetzt”


Strache äußerte in einer Aussendung am Freitag zwar Verständnis für längere Wartezeiten. Es könne aber nicht sein, dass eine Notfallstation fast zwei Stunden lang überhaupt nicht ärztlich besetzt sei: „Derartiges darf in einem Spital, das oft als ’Weltspital’ gerühmt wird, jedenfalls nicht passieren.“ Er äußerte die Hoffnung, dass es sich um einen Einzelfall gehandelt habe und derartige Missstände nicht auf der Tagesordnung stünden.


In einer schriftlichen Stellungnahme bedauerte Reinhard Krepler, ärztlicher Direktor des Spitals, die Wartezeit in der Ambulanz. Er betonte aber, dass es möglich gewesen sei, alle Patienten sowohl medizinisch als auch pflegerisch zeitgerecht zu versorgen.


Außerdem verwies Krepler darauf, dass die Medizinische Universität 137 Ärztestellen abbauen müsse, weil der für das Personal zuständige Bund die Mittel gekürzt habe. Er erwarte sich, dass man auf Bundesseite endlich die Verpflichtungen zur Bezahlung des klinischen Mehraufwandes des AKH erfülle. Von zu zahlenden 58 Mio. Euro im Jahr 2004 seien erst 23 Mio. Euro überwiesen worden, so Krepler. Für 14. Jänner ist dazu ein Gespräch zwischen Vertretern des Bundes und der Gemeinde Wien anberaumt.

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