AK warnt vor irreführender Werbung für Musical "Das Phantom der Oper"

Fast, aber nicht ganz das Original des Musicals "Das Phantom der Oper"
Fast, aber nicht ganz das Original des Musicals "Das Phantom der Oper" ©Pixabay (Sujet)
Vor einer irreführenden Bewerbung eines Musicals mit dem Titel "Das Phantom der Oper" warnt aktuell die Arbeiterkammer (AK) Das Stück, für das ab Februar 2018 sechs Aufführungen in Österreich geplant sind, habe nichts mit dem bekannten Musical von Andrew Lloyd Webber zu tun.

Aus der Werbung gehe dieser Umstand aber “nicht klar hervor”, warnte die AK am Mittwoch in einer Aussendung. Beworben wird “Das Phantom der Oper” von der deutschen Gesellschaft ASA Event GmbH.

Konsumenten enttäuscht von falschem “Phantom der Oper”

“Wir wollen die Konsumenten warnen, damit sie sich nicht mit einer falschen Erwartungshaltung Tickets kaufen”, so AK-Konsumentenschützer Martin Goger. Bei dem nun beworbenen Musical “Das Phantom der Oper” stammt die Musik von Arndt Gerber, der Text von Paul Wilhelm.

Derzeit führt die Arbeiterkammer auch ein Gerichtsverfahren gegen die deutsche Highlight-Concerts GmbH wegen irreführender Bewerbung von “Les Miserables” – das Musical hob sich ebenfalls vom berühmten gleichnamigen Publikumshit ab.

“Les Miserables”: Auch nicht das erwartete Musical

Dieses Musical hatte mit dem berühmten gleichnamigen Musical wenig gemeinsam – außer, dass es auf der gleichnamigen Romanvorlage von Victor Hugo beruhte. Dabei geht es um die Geschichte von Jean Valjean, der nach der Verbüßung seiner langjährigen Haftstrafe über Jahrzehnte vom gnadenlosen Polizeibeamten Javert verfolgt und in den Untergrund getrieben wird. Nachdem Valjean das Mädchen Cosette nach dem Tod ihrer Mutter in seine Obhut nimmt, ändert sich deren Leben dramatisch.

Auch für das Musical “Les Misérables” wurde in irreführender Weise unter diesem bekannten Titel geworben. So war im Musical der Highlight-Concerts GmbH auch gar kein einziges Lied aus dem Broadway-Musical zu hören. Wesentliche Inhalte des Original-Musicals aus dem Jahr 1980 wurden einfach weggelassen. So beschäftigt sich das Stück im Gegensatz zur bekannten Version etwa überhaupt nicht mit dem Leben des kleinen Mädchens Cosette.

(apa/red)

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