AK-Test: Von wegen "frischer Fisch"

Fischfrisch wird nicht immer seinem Namen gerecht: Von Mitte Juni bis Ende Juli wurden von der Arbeiterkammer Wien 20 Proben von vier verschiedenen Supermarktketten und zehn Fachhändlern getestet.

Ein Viertel dieser „Frischfische“ war am Einkaufstag zu beanstanden. „Fisch ist grundsätzlich ein sehr sensibles Nahrungsmittel“, betonte AK-Konsumentenschützer Heinz Schöffl am Freitag.

Die Tester haben Filets von Seelachs, Scholle, Kabeljau, Petersfisch, Viktoriabarsch, Thunfisch, Wels, Karpfen, Forelle, Pangasius, Heilbutt, Seeteufel, Lachs und Angler eingekauft. Fünf Produkte wiesen eine überhöhte Keimbelastung sowie sensorische Mängel auf, wurden lebensmittelrechtlich beanstandet und waren nicht mehr genusstauglich. Vier der beanstandeten Proben stammten aus Supermärkten, ein Produkt kam von einem Fischfachhändler. Von den restlichen (nicht beanstandeten) 15 Proben wies eine eine erhöhte Keimzahl auf.

Für den teilweise nicht mehr frischen Fisch können die mangelhafte Ausgangsqualität, lange Lagerung vor dem Verkauf und mangelnde Kühlung bei Transport und Lagerung verantwortlich sein. Ideale Lagerungsbedingung für Frischfisch ist das offene Liegen auf frischem Eis bei unter zwei Grad Celsius. Bei bereits verpackten Waren ist dies jedoch unmöglich. „Von den Anbietern werden offensichtlich die nötigen qualitätssichernden Maßnahmen oft immer noch unzureichend ergriffen, um die Qualität für den Konsumenten sicherzustellen“, kritisierte Schöffl.

Frischer Fisch sollte nach dem Kauf beim Heimtransport so gut wie möglich gekühlt werden. Je schneller der Fisch verbraucht wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die versprochene Frische tatsächlich gegeben ist. An besonders heißen Tagen ist es oft ratsamer, auf tiefgefrorene Produkte zurückzugreifen. Diese bieten eine gute Alternative, da der Fisch nach dem Fang rasch gefroren wird und dadurch geringere mikrobielle Belastungen entstehen.

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