AFL-Semifinale: Erobern die Wikinger auch Innsbruck?

Können Quarterback Jobstmann & Co in Tirol überraschen?
Können Quarterback Jobstmann & Co in Tirol überraschen? ©vienna.at/sportsshooter.at
Nach dem knappen Zittersieg bei den Cineplexx Blue Devils müssen die Raiffeisen Vikings am kommenden Wochenende auswärts bei den Swarco Raiders antreten. Krönen die Wikinger eine von Leistungsschwankungen geprägte Saison doch noch mit dem Einzug in die Austrian Bowl (Anm.: Finale der österreichischen Meisterschaft)?

Raiders in bärenstarker Form
Zum Saisonstart waren die Leistungen der Swarco Raiders schwankend. Zwischen grandios und fehleranfällig lag das Gezeigte auf dem Spielfeld. Doch je länger die Saison dauerte, umso besser wurden die Raiders. Nicht von ungefähr gewannen die Tiroler den Grunddurchgang der Meisterschaft. Dementsprechend reisen die Vikings mit Respekt nach Tirol: „Nicht von ungefähr sind die Raiders im Moment das beste Team in Europa. Sie sind in bestechender Form und spielten in den letzten Spielen richtig stark. Ihre Einzelspieler haben hohe Qualität und im Kollektiv betrachtet haben sie nur sehr wenige Schachstellen“, sagt Vikings-Manager Alfred Neugebauer über den Gegner.

Spielfreie Woche für Raiders ein Handicap?
Nach dem Sieg im Grunddurchgang durften sich die Raiders über ein Freilos in der Wildcardrunde freuen. Ob die Freude ungeteilt ist, darf bezweifelt werden. Denn für viele Experten gilt, dass ein Team, das sich im Spielrhythmus befindet, leicht im Vorteil ist. Eine These, die beinahe jährlich durch die Resultate der nordamerikanischen Profiliga NFL bestätigt wird. Ein Umstand der die Vikings selbst kaum interessiert. „Eine Woche Pause hat Vor- aber auch Nachteile. Auf der einen Seite haben die Raiders die Möglichkeit sich noch detaillierter auf uns vorzubereiten. Kleinere und größere Verletzungen können auskuriert werden. Auf der anderen Seite bleibst du im Spielrhythmus. Das Spiel entscheiden wird das vergangene Wochenende kaum. Auch wenn wir ehrlich gesagt die Strapazen der Rückreise aus Hohenems noch Tage danach gespürt haben“, erklärt Neugebauer im Gespräch mit Vienna Online.

Minimalziel erreicht – aber Lust auf „mehr“
Mit dem Semifinal-Einzug  Austrian Football League (AFL) haben die Wiener Wikinger ihr Minimalziel seit letztem Sonntag in der Tasche. Nach den letzten Leistungen haben die Wikinger jedoch Lust auf mehr. „Die Raiders sind ein bärenstarkes Footballteam. Mit den über 4.000 Zuschauern im Rücken haben die Tiroler einen gewaltigen Vorteil und sind mit Sicherheit zu favorisieren. Aufgrund unserer Leistungssteigerungen in den letzten Wochen reisen wir aber als sehr gefährlicher Außenseiter nach Innsbruck. Die Vorzeichen auf großen Sport stehen gut“, meint Neugebauer.

Defensivleistung stimmt zuversichtlich – Cornerback fällt aus
Als Prunkstück in der Saison 2009 wird bei den Raiffeisen Vikings die Defensive gesehen. Zuletzt konnte die Verteidigung gegen äußerst starke Gegner überzeugen und brachte einige Male die gegnerische Offense an den Rand der Verzweiflung. Beim Spiel in Innsbruck müssen die Wikinger jedoch eine herbe Schwächung verkraften: Bei Cornerback Gregor Pachmann wurde nach dem Spiel in Hohenems eine Knieverletzung diagnostiziert. Wie der Nationalspieler auf Facebook erklärte, wird er etwa vier Wochen ausfallen. Einer Operation muss er sich jedoch nicht unterziehen.

Vikings-Fans pilgern zahlreich nach Tirol
Wenn am kommenden Samstag das Spiel in Innsbruck angepfiffen wird, werden etwa 4.000 Zuschauer im Innsbrucker Tivolistadion erwartet. Darunter auch ein beachtlicher Anteil aus Wien. Wie die Vikings in einer Aussendung bekannt gaben, wird mit etwa 200 Wiener Fans in Innsbruck gerechnet. Zahlen, die so manche Fußballmannschaft neidisch machen. Für Fans, die das Spiel nicht vor Ort verfolgen können, bieten die Raiders eine Live-Übertragung mittels Internetstream an.

Swarco Raiders vs. Raiffeisen Vikings
Samstag, 27. Juni
Stadion Tivoli neu Innsbruck – Kickoff: 17:00 Uhr

Thomas Muck
In Kooperation mit sportreport.at

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