Afghanistan: 10 Tote bei Rebellen-Angriff

Rebellen stürmten heute eine afghanische Provinzhauptstadt. Dabei wurden mindestens zehn Menschen getötet. Im Süden des Landes wurde ein UNHCR-Gebäude angegriffen.

Rebellen haben im Westen Afghanistans eine Provinzhauptstadt gestürmt und den Gouverneur zur Flucht gezwungen. Mindestens zehn Menschen wurden bei dem Angriff auf die Stadt Chaghcharan getötet, wie der stellvertretende Gouverneur Mohammed Azimi am Freitag erklärte. Mehr als 1.500 Kämpfer bereiteten eine Gegenoffensive vor. „Wir sind im Norden der Stadt und planen, sie zurückzuerobern“, sagte Polizeichef Saman. Er bat die Zentralregierung um Verstärkung. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums teilte jedoch mit, die Regierung habe derzeit keine Pläne, Soldaten nach Ghor zu schicken.

In Kandahar im Süden des Landes wurde unterdessen wieder ein Büro des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen UNHCR angegriffen. Ein Behördensprecher erklärte, mindestens zwei Raketen hätten das Gebäude getroffen, das leicht beschädigt worden sei. Bei einem anschließenden Feuergefecht sei niemand verletzt worden.

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