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AfD-Vize Gauland fühlt sich ungerecht behandelt

Fühlt sich mißverstanden und ungerecht behandelt: AfD-Vize Alexander Gauland.
Fühlt sich mißverstanden und ungerecht behandelt: AfD-Vize Alexander Gauland. ©AFP/Philipp Guelland
Der stellvertretende Chef der deutschen AfD, Alexander Gauland, fühlt sich wegen seiner Äußerungen über die "Nachbarn" des Fußball-Nationalspielers Jerome Boateng zu Unrecht an den Pranger gestellt. An seinem Verständnis für Menschen mit fremdenfeindlichen Ressentiments hält Gauland aber fest.

“Ich bin natürlich kein Rassist”, sagte Gauland am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Auf die Frage, ob denn Menschen, die Vorbehalte gegen Nachbarn mit ausländischen Wurzeln haben, Rassisten seien, sagte er: “So weit würde ich nicht gehen.”

Die Globalisierung und die deutsche Wiedervereinigung hätten für viele Menschen große Veränderungen mit sich gebracht. Deshalb reagierten einige jetzt mit einer “geradezu instinktiven Abwehr” auf Fremde in ihrer Umgebung.

“Habe Herrn Boateng nicht bewertet oder abgewertet”

Gauland hatte in einem Gespräch mit der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” über den Weltmeister gesagt: “Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.” Damit löst der 75-jährige Vize-Chef der rechtspopulistischen Partei einen Sturm der Empörung aus. Der dunkelhäutige Bayern-Profi wurde 1988 in Berlin geboren, sein Vater ist Ghanaer, seine Mutter Deutsche.

Gauland sagte, er sei kein Fußballfan. Er habe den Nationalverteidiger gar nicht gekannt und erst nach dem Interview erfahren, dass Boateng gebürtiger Deutscher sei. Von daher sei dieses Beispiel in einer Diskussion über Zuwanderung nicht gut gewählt gewesen. Gegen die Überschrift des “FAS-“Artikels (“Gauland beleidigt Boateng”) wolle er juristisch vorgehen, “denn ich habe Herrn Boateng überhaupt nicht bewertet oder abgewertet”.

(APA)

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