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Aero Lloyd vor Neustart

Mit dem Neustart von Aero Lloyd sind rund 400 Arbeitsplätze gerettet. Nachdem die Bayerische Landesbank den Geldhahn zugedreht hatte, wurde Insolvenz angemeldet. 

Der österreichische Zweig der Airline wurde inzwischen von dem Ex-Rennfahrer Niki Lauda übernommen und bietet unter dem Namen „flyniki” wieder Flüge an.

Gradisnik hatte Ende der 90er Jahre seine Anteile an Aero Lloyd verkauft, weil er mit dem damaligen Sanierungskonzept der Banken nicht einverstanden war. Dieser sah den Umstieg auf neue Airbus-Flugzeuge vor, die aber nach Meinung von Gradisnik für den Markt zu groß waren.

Bereits unmittelbar nach der Pleite im Oktober hatte der Insolvenzverwalter Gerhard Walter angekündigt, einen möglichst großen Teil der Aktivitäten von Aero Lloyd retten zu wollen. Die Ankündigung eines raschen Neustarts verzögerte sich aber mehrfach. Walter sagte zur Vertragsunterzeichnung, damit habe das Unternehmen wieder Zukunft.

Gradisnik hat nach eigenen Angaben bereits Aufträge, darunter Flüge für Gastarbeiter in die Türkei, Flüge nach Kasachstan sowie um Buchungen einer Hotelgruppe. Die ersten Flüge seien für Februar geplant. Einen weiteren Billigflieger wolle er nicht schaffen. Dazu sei es heute zu spät.

Der in Slowenien geborene Gradisnik war 1956 nach Deutschland gekommen. Zunächst arbeitete er bei einer Importfirma, dann im Versandhandel. In den 70er Jahren baute er das Reiseunternehmen Air Charter Market (ACM) auf, mit dem er 1980 bei Aero Lloyd einstieg. Damals war Gradisnik als „Mr. Aero Lloyd” in der Luftfahrtbranche bekannt.

Zu seinen Motiven, im hohen Alter noch einmal eine Firma neu aufzubauen, sagte Gradisnik: „Solange Du arbeitest, solange bist Du gesund.” Sein Wiedereinstieg sei auch kein Abenteuer. „Wir gehen kein Risiko ein”. Die neue Gesellschaft werde erfolgreich sein, weil sie deutlich geringere Kosten als die bisherige Aero Lloyd haben werde.

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