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Ära von Bundesliga-Vorstand Pangl beendet

Vorerst keine Details zur Trennung bekanntgegeben
Vorerst keine Details zur Trennung bekanntgegeben
Die Ära von Georg Pangl als Vorstand der österreichischen Fußball-Bundesliga ist nach fast neuneinhalb Jahren zu Ende. Der 48-Jährige einigte sich am Mittwoch in einem persönlichen Gespräch mit Liga-Präsident Hans Rinner auf eine einvernehmliche Beendigung des Dienstverhältnisses. Details wollte die Liga auf Nachfrage nicht bekannt geben, Pangl war nicht erreichbar.


Pangl und Rinner werden sich allerdings am Freitag (11.00 Uhr) im Rahmen einer Pressekonferenz im Wiener Hotel InterContinental genauso wie Reinhard Herovits (Vorstand Finanz und Lizenzierung) und Christian Ebenbauer (Vorstand Recht und Spielbetrieb) äußern. Das Duo muss die Geschicke vorerst interimistisch führen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Die Clubs wurden über die Personalentscheidung schon am Mittwoch allesamt in Kenntnis gesetzt.

Pangl war schon seit September 2004 als Liga-Vorstand tätig, hatte damals die Nachfolge von Peter Westenthaler und Thomas Kornhoff angetreten. Zuletzt erlebte er die schwierigste Phase in seiner Funktion nach Bekanntwerden des Manipulationsskandals um die beiden Kicker Dominique Taboga und Sanel Kuljic. Mit ein Grund für das plötzliche Ende der Amtszeit des Burgenländers könnte auch ein “Sportwoche”-Interview kurz vor Weihnachten gewesen sein.

Mit Aussagen zum Thema Rasenheizung hatte Pangl wohl nicht nur Rinner, sondern auch so manchen Liga-Club verärgert. “Egal, von wo ich es höre, etwa aus Mattersburg oder Wolfsberg: Wir brauchen keine Rasenheizung! Mein Zugang ist: Bei allem Respekt, was die Herrschaften dort für ihre Verhältnisse leisten, dann haben sie nicht den professionellen Zugang zum Profifußball, der notwendig ist!”, hatte der Ex-Liga-Vorstand am 21. Dezember gesagt. So eine Investition müsse vertretbar sein. “Selbst wenn ich Schnee schaufle und noch nie abgesagt habe: Es geht mit dem aktuellen Rahmenterminplan in Österreich nicht ohne Rasenheizung.”

Zudem hatte er in dem Interview auch Details zur Thematik Anstoßzeiten preisgegeben. “Erst Anfang Oktober diskutierten wir mit den Clubs eine theoretische Alternative der Beginnzeiten an Wochentagsrunden. Die Frage lautete: 18 Uhr Kick-Off ? Nein, hieß die Antwort. Begründung: Da hätten die Geschäfte noch offen, da kommen noch weniger Zuschauer. Alles ist mit den Clubs akkordiert. Trotzdem gibt es den Aufschrei, die Liga habe das so angesetzt. Im Zuge der Festlegung der Beginnzeiten gab es auch den folgenden Vorschlag: Warum spielen wir nicht um 14 Uhr? Das geht nicht, hieß es. Da esse ich zu Mittag mein Schnitzel – dieses Zitat fiel wortwörtlich.” Für ihn stehe fest: “Ich kann mich als Club nicht immer hinter der Liga verstecken, wenn ich selbst ein Zwanzigstel davon bin.”

In seinen damaligen Aussagen hatte man auch durchgehört, dass er nicht vollauf zufrieden mit seiner Tätigkeit ist. “Egal für welchen Vertrag oder welches Projekt, ich muss immer zwei Lehrmeister davon überzeugen, selbst bei einem Projekt wie ‘Ein Ball für jedes Kind’. Zuerst auf Vorstands-, dann auf Aufsichtsratsebene wurden das Projekt und ich hinterfragt, wie wenn ich ein Angeklagter wäre oder als ob ich etwas Schlechtes für die Liga gewollt hätte”, hatte Pangl gesagt. Aufgrund der Struktur könne er als Vorstand lediglich empfehlen. “Man muss immer wieder Überzeugungsarbeit leisten. Irgendwann wird es schon mühsam.”

Die Nachfolgefrage ist offen, Rapids General Manager Werner Kuhn wurde etwa zuletzt mit der Liga in Verbindung gebracht. Auf den Pangl-Nachfolger wartet jedenfalls viel Arbeit. Der Manipulationsskandal ist wohl noch lange nicht ausgestanden, die Thematik “verpflichtende Rasenheizungen” wird spätestens bei den ersten Absagen im Frühjahr wieder aufkommen. Zudem gilt es nach wie vor einen neuen Ligasponsor für die kommende Saison und darüber hinaus zu finden.

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