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"Adolf-Hitler-Halle"-Äußerung von Fellner: Wiener Handelsgericht entscheidet zugunsten Hofer

Norbert Hofer gewann erstinstanzlich gegen Wolfgang Fellner.
Norbert Hofer gewann erstinstanzlich gegen Wolfgang Fellner. ©APA (Sujet)
Erstinstanzlich hat FPÖ-Chef Norbert Hofer vor dem Wiener Handelsgericht ein Verfahren gegen "Österreich"-Herausgeber Wolfgang Fellner gewonnen. Dieser hatte in einer seiner TV-Sendungen gemeint, Hofer halte seine Aschermittwoch-Rede in der "Adolf-Hitler-Halle oder wie heißt das dort" ab. Die Entscheidung fiel weil dem Gericht das Tatsachensubstrat für die Äußerung fehlte, es sah Hofer in die Nähe einer strafbaren Handlung gerückt und akzeptiert wurde auch nicht die Begründung eines Scherzes.

Fellner und dem Medieninhaber von oe24.tv wurde aufgetragen, entsprechende Aussagen zu unterlassen, diese in der Sendung "Die Insider" zu widerrufen und die Verfahrenskosten in Höhe von gut 4.300 Euro zu tragen.

Hofer-Klage: Fellner kündigte an in die zweite Instanz zu gehen

Wolfgang Fellner kündigte Dienstagmittag auf Anfrage der APA an, "humorvoll" den Widerruf tätigen zu wollen, trotzdem aber in die zweite Instanz zu gehen. Die Aussage sei nie gegen den FPÖ-Chef gemünzt gewesen, ein Scherz sollte erlaubt sein. Wenn es aber Humorlosigkeit gebe, dann auf beiden Seiten. Daher will Fellner nun den oberösterreichischen Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) klagen, da dieser ihm in Ried unterstellt habe, einen "Dachschaden zu haben".

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz zeigte sich indes in einer Aussendung über den Entscheid des Handelsgerichts erfreut: "Es war uns wichtig, hier eine klare Grenze zu ziehen und die FPÖ und ihren Obmann nicht in die Nähe von nationalsozialistischem Gedankengut bringen zu lassen."

(APA/Red.)

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