Admira gewinnt in Unterzahl in St. Pölten

©APA/HERBERT PFARRHOFER
Admira hat nach zwei Niederlagen in Folge das NÖ-Derby beim SKN St. Pölten mit 2:1 gewonnen. Dabei war die Truppe von Trainer Ernst Baumeister stark ersatzgeschwächt angetreten, musste mit Sasa Kalajdzic, Daniel Toth, Dominik Starkl,  Marin Jakolis, Wihelm Vorsager und Pascal Petlach gleich sechs verletzte Spieler vorgeben.

 Bei Schneeregen, Temperaturen um den Gefrierpunkt und einem holprigen Rasen boten Bundesliga-Schlusslicht SKN St. Pölten und Europacup-Aspirant Admira Wacker den 1.346 Zuschauern in der NV Arena zunächst keinen fußballerischen Leckerbissen.  In der ersten halben Stunde keimte im NÖ Derby außer bei einem Freistoß von Lukas Grozurek, der knapp vorbei ging, keine Torgefahr auf.  In der 33. Minute prüfte der aufgerückte SKN-Innenverteidiger Luan nach einer Flanke von Michael Ambichl erstmals Admira-Keeper Andreas Leitner, der bei dessen Kopfball aufmerksam zur Stelle war. Drei Minuten später kam wiederum David Atanga nach einer scharfen Hereingabe von Eren Keles völlig frei zum Kopfball, setzte den Ball aber klar am Admira-Tor vorbei. Mitten in der Drangperiode der „Wölfe“ verlor dann David Stec unglücklich den Ball gegen Marco Hausjell und brachte den Admiraner auch noch äußerst ungeschickt im Strafraum zu Fall. Markus Lackner verwertete den zu Recht verhängten Foulfelfmeter zur glücklichen 1:0-Führung für die Admira. Christoph Riegler – der erstmals im Frühjahr wieder im Tor der St. Pöltner stand – hatte den strammen, aber unplatzierten, Schuss nur noch leicht abfälschen können. Knapp vor der Halbzeitpause dann gleich das nächste Geschenk des SKN: Philipp Malicsek ließ Grozurek bei einem Steilpass von Alexander Merkel ziehen und Grozurek schupfte den Ball geschickt zur 2:0-Halbzeitführung für die Admira über Riegler hinweg in die Maschen.

SKN nach der Pause überlegen

Mit einem neuen, orangefarbenen Spielgerät startete St. Pölten auf dem mittlerweile leicht mit Schnee bedeckten Boden ganz gut in die zweite Hälfte und die Admira war nach wiederholten Foulspiel von Jonathan Scherzer ab der 49. Minute dann auch nur mehr zu zehnt. Die nächste große Möglichkeit hatte allerdings zu diesem Zeitpunkt noch Patrick Schmidt, dessen Kopfball Riegler aus dem Eck kratzte (55.). Danach spielte nur noch der SKN. Zunächst prüfte Husein Balic (58.) Leitner mit einem guten Schuss. Anschließend verkürzte Atanga aus kurzer Distanz auf 1:2 aus der Sicht von St. Pölten (61.). In weiterer Folge vergaben auf Seiten des SKN noch Maliscek (65.) Ambichl (70.), Stec per Kopf (73.) und Balic (80.) weitere gute Möglichkeiten.  Der aufopfernd kämpfende SKN hätte sich ein Remis dank einer überaus engagierten Schlussphase durchaus noch verdient gehabt, hat aber nach dem 27. Spieltag nun noch immer zehn Punkte Rückstand auf den Vorletzten WAC. Gut möglich, dass die Tage von SKN-Trainer Oliver Lederer auch bald gezählt sind.

Bundesliga (27. Runde):

SKN St. Pölten – FC Admira Wacker 1:2 (0:2)

St. Pölten, NV Arena, 1.346 SR: Alexander Harkam

SKN St. Pölten: Riegler – Rasner, Luan, Muhamedbegovic (85. Pak), Stec – Ambichl, P. Malicsek – Bajrami, Atanga, Keles (46. Balic) – Riski
Admira Wacker:
Leitner – Zwierschitz, Lackner, Strauss, Scherzer – Ebner, Maier (90. Posch)– Hausjell (62. Holzmann), Grozurek, Merkel (81. L. Malicsek) – Schmidt
Torfolge: 0:1 Lackner (43. Foulfelfmeter), 0:2 Grozurek (45.), 1:2 Atanga (61.)
Gelbe Karten: Luan (45. Foul), Stec (55. Foul) bzw. Scherzer (25. Foul), Strauss (70. Foul), Leitner (95. Spielverzögerung)
Gelbrote Karte: Scherzer (49. Foul)
Die Besten: Ambichl, Bajrami bzw. Grozurek

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