Admira geht ohne große Erwartungen in EL-Qualifikation

Die Admira trifft in der EL-Qualifikation auf ZSKA Sofia.
Die Admira trifft in der EL-Qualifikation auf ZSKA Sofia. ©APA/EXPA/THOMAS HAUMER
Ohne große Erwartungen geht FC Admira am Donnerstagabend in die Europa League-Qualifikation. Die Südstädter sind in der 2. Quali-Runde bei ZSKA Sofia zu Gast.

Da der bulgarische Vizemeister mit personellen Problemen kämpft, dürfen sich die Niederösterreicher Hoffnungen auf den Aufstieg machen.

Admira reist ohne Chefcoach nach Bulgarien

Da Chefcoach Ernst Baumeister aufgrund eines Todesfalls in der Familie nicht am Mittwochvormittag mit der Mannschaft nach Sofia gereist ist, wird diese nun von Co-Trainer Michael Horvath betreut. Laut den Admiranern sind die Rollen vor dem Duell klar verteilt. “Sofia hat eine gute Mannschaft. Wir sind Außenseiter, was wir die ganze Saison auch in der Liga sein werden”, betonte Baumeister.

Das unterstrich auch Daniel Toth. “Man muss schon am Boden bleiben, sie sind sicher Favorit in der Partie”, meinte der Admira-Kapitän. Baumeisters Co-Trainer nahmen den bulgarischen Vizemeister in den Erstrundenduellen mit dem Riga FC (jeweils 1:1/5:3 im Elfmeterschießen in Riga) vor Ort unter die Lupe. “Wir sind gut informiert, es wird schwer”, meinte Baumeister zur Ausgangslage.

Drei wichtige Spieler bei ZSKA Sofia gesperrt

Etwas leichter haben es Toth und Co., da mit Kapitän und Abwehrchef Nikolaj Bodurow, dem defensiven Mittelfeldspieler Kristijan Malinow und dem portugiesischen Ex-Porto-Offensivspieler Tiago Rodrigues gleich drei Sofia-Stützen gesperrt fehlen. Zudem ist der Brasilianer Henrique wegen einer Schulterverletzung nicht einsatzfähig. Ex-Austria-Co-Trainer Nestor El Maestro, der bei ZSKA erst seit Juli als Cheftrainer fungiert, musste sich deshalb vor der Partie ordentlich den Kopf zerbrechen.

2016 hatten die Admiraner vor dem Aus in der dritten Quali-Runde gegen Slovan Liberec den slowakischen Vertreter Spartak Myjava und aserbaidschanischen Club FC Kapaz Ganja besiegt. Mit Manuel Kuttin, Stephan Zwierschitz, Fabio Strauss, Toth und Dominik Starkl standen in den Begegnungen gegen Liberec fünf Akteure in der Startformation, die auch aktuell noch zum Kader gehören. Trotz Extrabelastung vor dem Ligastart gehen die am Freitag im ÖFB-Cup bereits in der ersten Runde ausgeschiedenen Admiraner positiv an die Sache heran.

“Wir werden schauen, so weit wie möglich zu kommen”, sagte Baumeister. Druck haben seine Spieler absolut keinen. “Wenn wir die erste Hürde nicht schaffen, haben wir immerhin wieder zwei internationale Spiele gehabt, die unseren Jungs helfen werden. Jedes internationale Spiel ist für sie ein guter Lernprozess”, erklärte der 61-Jährige. Und Toth ergänzte: “Bei der WM hat man gesehen, dass kleinere Teams die Großen ärgern können. Das muss auch unser Ziel sein. Ich glaube, dass wir es schaffen können, in die nächste Runde zu kommen, aber wenn es nicht so ist, wird die Welt auch nicht untergehen.” Das Rückspiel folgt am 2. August in der BSFZ-Arena.

(APA/Red)

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