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Act Of Valor - Trailer und Kritik zum Film

Die Navy Seals sind die Elitetruppe der US Navy. Jetzt haben die Regisseure Mike McCoy und Scott Waugh der Spezialeinheit ein filmisches Denkmal gesetzt. Am Freitag startet der Film "Act of Valor" (in etwa: Tat der Tapferkeit) in den österreichischen Kinos. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Besetzt ist der blutige Actionfilm nicht nur mit Schauspielern, sondern in den Hauptrollen mit echten Navy Seals, die den Kinozuschauern zeigen dürfen, wie mutig sie sind.

Die Geschichte ist im Grunde zweitrangig, aber darum geht es in etwa: Die CIA-Agentin Morales (Roselyn Sanchez, eine “echte” Schauspielerin) wird in Costa Rica von einem Waffenschmuggler und seiner Privatarmee verschleppt und gefoltert. Die Navy Seals unter der Leitung des erfahrenen Lieutenant Rorke (gespielt von einem echten Seal) müssen sie befreien, schaffen das natürlich auch dank taktischen Geschicks und Tapferkeit und kommen einem noch weit schlimmeren Verbrechen auf die Spur: einem geplanten Terroranschlag in den USA.

“Act of Valor”: Unkritische Hommage an die Navy Seals

Was folgt, ist eine Aneinanderreihung von dramatischen Einsätzen, Schießereien und demonstrativer Brüderlichkeit. Wie genau die Truppe den Terroristen immer weiter auf die Spur kommt, bleibt im Dunklen. Die Geschichte wird zum Vorwand, um immer wieder neue Häuser und ganze Dörfer zu stürmen und die Effektivität US-amerikanischer Waffen unter Beweis zu stellen. Die Bilder erinnern über weite Strecken an Computerspiele. Spannung: Fehlanzeige. Authentizität und kritische Auseinandersetzung: auch Fehlanzeige.

Eine wirkliche Nähe zu den Figuren gelingt dem Film nicht. Spannend wäre es gewesen, wirklich die Geschichte zu erzählen, die sich in den Köpfen der Soldaten abspielt, wenn sie Frau und Kind verlassen und zum nächsten Einsatz aufbrechen müssen, wenn sie verstümmelt vom Einsatz zurückkehren, Freunde sterben sehen und Häuser mit Frauen und Kindern darin in die Luft jagen müssen. Zweifel an der Arbeit der Navy Seals aber lässt der Film nicht zu.

Darum ist er eine unkritische und vorhersehbare Hommage an die US-Armee geworden – mit Ego-Shooter-Ästhetik, schwachen Dialogen und fast unerträglich viel Pathos. In den USA schaffte der Film es nach Angaben des Filmverleihs auf Platz eins der Kinocharts.

(APA)
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