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Achterbahn auf Speed: Der Racing-Wahnsinn "Trackmania"

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Der Renn-Kult bekommt einen neuen Anstrich samt verwirrendem Free2Play-System und lässt sogar Vorarlberg-exklusive Rennen zu!

(PC via Uplay & Epic Store) Seit ganzen 17 Jahren ist die „Trackmania“-Serie mit ihrer einzigartigen Arcade-Action aus dem Rennspiel-Genre nicht mehr wegzudenken. Das Prinzip war, ist und bleibt simpel: Auf kurzen Strecken mit teils wilden Achterbahn-Hindernissen fährt man gegen die Uhr Bestzeiten bzw. um Bronze-, Silber- und Goldmedaillen. Dafür steht einem nur ein einziges, dafür perfekt ausbalanciertes Fahrzeugmodell zu Verfügung. Heißt im Klartext: Nur wer seinen Wagen und die Strecke beherrscht, kann punkten. Wer will, darf seinen Schlitten zumindest individuell lackieren.

Auch in der Neuauflage von 2020 macht die buchstäblich kurzweilige Raserei von Beginn an unfassbar viel Spaß: Gas geben, Bremsen und Lenken – mehr braucht es nicht, das aber in Perfektion. Dank griffigem Fahrgefühl spürt man richtig, wie man von Versuch zu Versuch besser wird und irgendwann sogar mit den anfangs unerreichbar scheinenden Goldmedaillen belohnt wird. Wer online spielt, tritt zwar gegen bis zu 99 Konkurrenten an, diese werden aber nur als Schatten angezeigt – Kollisionen sind damit ausgeschlossen. Besonders schön: Man kann sich die virtuellen Gegner aussuchen, also beispielsweise nur gegen Vorarlberger Kontrahenten fahren.

So schlicht das Gameplay und auch die Aufmachung beim neuen „Trackmania“ (Remake von „Trackmania Nations“ aus dem Jahr 2006) sind, so kompliziert ist die Bezahl-Struktur. Die Idee dahinter wirkt auf den ersten Blick recht nachvollziehbar: Statt alle zwei Jahre einen komplett neuen Titel auszuwerfen, wird auf Service-Game umgeschaltet.

Drei Stufen gibt es, die erste ist gratis, die anderen beiden kosten etwas. Zwecks Übersichtlichkeit kann man die umfassende Tabelle der Stufen-Boni auf die Kern-Features reduzieren:

  • Als Einsteiger („Starter“) darf man kostenlos spielen, dafür aber leider nur 25 Strecken nutzen, in eingeschränktem Maße Kurse bauen und auf oft irren Community-Strecken abfahren.
  • In der „Standard“-Version für 10 Euro pro Jahr darf man auf alle Features des nicht wirklich einsteigerfreundlichen Editors zurückgreifen – inklusive 1500 Bausteinen für Asphalt-, Offroad- und sogar Eis-Strecken. Weiters kann man tägliche Kampagnen-Kurse fahren.
  • Mittels „Club Access“ für 30 Euro jährlich hat man Zugang zu sämtlichen „Trackmania“-Features, kann Clubs erstellen und dedizierte Online-Server einrichten. Gerade für eSportler ist das Turnier-Management und die Community-Verwaltung interessant.

Fazit: „Trackmania“ bietet nach wie vor reinrassigen Arcade-Rennspaß, der Neueinsteiger sofort fesselt. Reinschauen kostet glücklicherweise nichts – außer die Registrierung bei UPlay bzw. Epic Games. Angesichts der recht beschränkten Gratis-Inhalte werden allerdings nur extrem sparfreudige Hobby-Rennfahrer länger im kostenlosen „Starter“-Level verweilen. Langfristige Fahrfreude wartet leider erst hinter der Paywall.

(Red.)

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