Neun Verletzte nach Kohlenmonoxid-Zwischenfall in Asylquartier

Die Feuerwehr war wegen eines Kohlenmonoxidzwischenfalls im Einsatz.
Die Feuerwehr war wegen eines Kohlenmonoxidzwischenfalls im Einsatz. ©bilderbox.com (Sujet)
Neun Personen wurden laut Rotem Kreuz am Samstag bei einem Kohlenmonoxidzwischenfall in einem Asylquartier in Wiener Neustadt verletzt.

Eine bewusstlose Person und acht weitere Menschen, die über Kopfschmerzen und Übelkeit klagten, wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Der Einsatz der FF Wiener Neustadt dauerte in den Mittagsstunden an.

Evakuierung nach Kohlenmonoxidzwischenfall in Wiener Neustadt

Das giftige und unsichtbare Gas dürfte von einer Ölheizung ausgegangen sein, berichtete die Feuerwehr. Das Objekt wurde evakuiert und zudem ein vorübergehendes Heizverbot ausgesprochen. Die Straße wurde zwischenzeitlich gesperrt.

Laut Einsatzleiter Josef Bugnar wurde das Mehrparteienhaus zudem belüftet. Auch ein Rauchfangkehrer wurde beigezogen, um weitere Maßnahmen zu besprechen.

Rotes Kreuz: Asylquartier betroffen

Nach Angaben von Andreas Zenker, Sprecher des Roten Kreuzes NÖ, hat sich der Kohlenmonoxidzwischenfall in einem Asylquartier in der Pottendorferstraße in Wiener Neustadt ereignet. Neun Menschen seien verletzt worden, die Feuerwehr hatte zuvor von acht berichtet.

Das bewusstlos geborgene Opfer sei per Notarztwagen in die Druckkammer nach Graz überstellt worden, sagte Zenker. An den Einsatzort beordert wurden seinen Angaben zufolge zudem drei Rettungswagen des Roten Kreuzes.

Überhitzen des Heizkessels: “Akute Berstgefahr”

Den Einsatzkräften zufolge hatte ein mitgeführtes Warngerät schon im Freien eine nicht unerhebliche Kohlenmonoxidkonzentration gemeldet, die im Inneren der Unterkunft noch höher war. Einige der jungen Asylwerber waren bereits aus dem Objekt geflüchtet. Die Feuerwehr brachte bei ihrer Erkundung in dem Quartier nicht nur drei weitere Männer in Sicherheit, die Helfer stellten zudem fest, dass der Heizkessel massiv überhitzt war. Es habe “akute Berstgefahr” bestanden, sagte Bugnar. Die Einsatzkräfte hätten sich deshalb sogar vorübergehend zurückziehen müssen, ehe die Heizungsanlage mittels Hauptschalter außer Betrieb genommen wurde. Der Grund für das Überhitzen des Kessels war vorerst noch Gegenstand von Ermittlungen.

(apa/Red)

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