Äbtissin muss zu Todes-Vorwürfen aussagen

Die dänische Polizei will eine Äbtissin verhören, der ehemalige Nonnen grausame Praktiken mit Todesfolge für eine Mitschwester vorwerfen. Wie ein Kripo-Sprecher am Dienstag in der Zeitung "Berlingske Tidende" angab, ist die Chefin des Klosters Sostrup in Jütland, Mutter Theresa, von einem Aufenthalt in Peru zurückgekehrt. Sie soll am nächsten Montag in Anwesenheit ihres Anwaltes verhört werden.

Der Polizeisprecher wollte nicht angeben, ob dabei direkte Ermittlungen gegen die Frau eingeleitet werden. Zwei Ex-Nonnen hatten die Äbtissin beschuldigt, eine demente Mitbewohnerin des Klosters 1993 bei nur fünf Grad Außentemperatur ohne genügend warme Kleidung in einen geschlossenen Hof gesperrt zu haben. Dies sei die Strafe dafür gewesen, dass die Nonne sich während der Messe zu laut verhalten habe. Sie starb in der Nacht.

Die schwedische Ex-Nonne Helena Hägglund schrieb in einem Buch über ihre Klosterzeit, dass die Äbtissin anschließend Nonnen gezwungen habe, die Leiche in ein Bett zu tragen und bei den Behörden anzugeben, dass die Frau dort gestorben sei. Die Chefin des Klosters leitet auch ein Zisterzienserinnenkloster in Düsseldorf sowie eines in Peru.

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